Rückschau auf unsere Veranstaltungen

  

 

14.5.2012

Konrad Beikircher

»Als Strohhalme noch aus Stroh waren. Eine Kindheit in Südtirol«

 

Eine Buchpremiere, die weit mehr ist als eine Lesung – Konrad Beikircher erzählt, singt und spielt einmal nichts Rheinisches, sondern offenbart seine wahren Wurzeln: Sein neues Buch (KiWi) handelt von seiner Kindheit in Südtirol. In der Zeit, als das Wünschen noch geholfen hat und die Strohhalme noch aus Stroh waren, wussten die Kinder vom Stegener Weg in Bruneck, was man damit alles anstellen kann. Und der kleine Konrad mittendrin. So wie Beikircher erzählt, entsteht die Brunecker Welt ganz von alleine – eine Welt, die nicht nur heil ist, die zum Schreien komisch sein kann und doch melancholisch-sehnsüchtig macht. Eine Welt voller Abenteuer, voller Menschen, die den kleinen Frauenhelden bemutterten und betüddelten, eine Welt, durch die er mit  großen Augen und Ohren ging. Er erzählt von Bruneck und Bozen, aus seiner Zeit im Schülerwohnheim »Antonianum«, und führt uns mit seiner Gitarre wie damals in die Südtiroler Gasthäuser, wo er seine ersten Kabarett-Versuche machte und sich mit Celentanos Hilfe in die Herzen der deutschen Mädchen sang. Gespickt mit ironischen Seitenhieben auf unsere ach so moderne Zeit, lässt dieser Abend Sie um Jahre jünger werden. Sie – und auch den Konrad Beikircher!  

 

In Kooperation mit Theater Bonn

 

Oper Bonn

 


9.5.2012

Lesefluss Rhein 2012

Lesungen und Gespräche mit Lyrikern aus den Niederlanden, Polen und Deutschland

 

Kommen Sie mit uns an Bord der Filia Rheni und auf eine lyrische Reise! Vom 4. bis 12. Mai begeben sich neun Lyrikerinnen und Lyriker aus drei Ländern gemeinsam auf eine Lesetour entlang des Rheins. Dabei sein werden die polnischen Autoren Julia Fiedorczuk, Adam Wiedemann und Dariusz Sośnicki, Hélène Gelens, René Huigen und Erik Lindner aus den Niederlanden sowie Esther Kinsky, Marion Poschmann und Norbert Scheuer aus Deutschland. Ihre Lesungen in Köln, Bonn, Düsseldorf und im Schloss Corvey in Höxter werden von Autoren- und Übersetzerworkshops im Europäischen Übersetzerkollegium in Straelen begleitet. 

 

In Bonn fahren wir mit der Filia Rheni und den Lyrikern an Bord ein Stück rheinaufwärts (insgesamt ca. 2 Stunden).  

 

In Kooperation mit der Kunststiftung NRW, dem Europäischen Übersetzerkollegium Straelen, dem Literaturhaus Köln, dem Literaturbüro NRW in Düsseldorf und der »Wege durch das Land GmbH«

 

Schiff Filia Rheni

 

 

25.4.2012

Felicitas Hoppe

»Hoppe«

Lesung und Gespräch mit der Autorin

Moderation: Almuth Voß

 

Als Leben zu kurz, als Roman zu schön, um wahr zu sein – »Hoppe«  ist keine Autobiografie, sondern Hoppes Traumbiografie, in der Hoppe von einer anderen Hoppe erzählt: von einer kanadischen Kindheit auf dünnem Eis, von einer australischen Jugend kurz vor der Wüste, von Reisen über das Meer und von einer Flucht nach Amerika. Hoppes Lebens- und Reisebericht (S. Fischer) wird zum tragikomischen Künstlerroman, mit dem sie uns durch die Welt und von dort aus wieder zurück in die deutsche Provinz führt, wo ihre Wunschfamilie immer noch auf sie wartet. Eine Geschichte über vergebliche Wünsche, gescheiterte Hochzeiten und halbierte Karrieren. Und über das unbestreitbare Glück, ein Kind des Rattenfängers aus Hameln zu sein. »Hoppe« ist eindeutig das Beste, das bislang über Hoppe geschrieben wurde.

 

Felicitas Hoppe wurde 1960 in Hameln geboren, lebt in Berlin und schreibt Romane und Kurzprosa. Sie bekleidete verschiedene Poetikdozenturen in Deutschland und den USA und wurde mit renommierten Preisen ausgezeichnet, darunter der Aspekte-Literaturpreis und der Ernst-Willner-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb, der Spycher Literaturpreis, der Nicolas-Born-Preis, der Bremer Literaturpreis und der Roswitha-Preis der Stadt Gandersheim.

 

Die schönste und intelligenteste Prosa Deutschlands schreibt Felicitas Hoppe. Denis Scheck, ARD Druckfrisch

 

Akademisches Kunstmuseum Bonn


12.4.2012

Bonner Autorinnen:

Judith Merchant und Heidemarie Schumacher

Lesung und Gespräch

 

Judith Merchant und Heidemarie Schumacher kennen sich aus der Uni. »Judith schrieb in meinem Hitchcock-Seminar eine exzellente Arbeit über Vertigo« – so Heidemarie Schumacher, ihre ehemalige Dozentin. Beide Frauen haben sich neben der Wissenschaft irgendwann dem Schreiben zugewandt. Und mit Erfolg: Judith Merchants Krimikurzgeschichten wurden zweimal mit dem Glauser-Preis prämiert, Heidemarie Schumachers Debüt in der FAZ lobend besprochen. Die Autorinnen lesen aus ihren Romanen und stellen sich den Fragen des Publikums zu Glück und Verdruss, die das Schreiben und der Literaturbetrieb mit sich bringen.  

 

Judith Merchant, 1976 geboren, studierte Germanistik und ist Dozentin für Literatur. Sie veröffentlichte Kurzgeschichten sowie 2011 ihren ersten Kriminalroman »Nibelungenmord« (Knaur Verlag), dem im Juni 2012 »Loreley singt nicht mehr« folgen wird.

 

Heidemarie Schumacher forschte und unterrichtete als Medienwissenschaftlerin an den Universitäten Siegen, Marburg, Erlangen-Nürnberg und Bonn. 2011 erschienen ihr erster Roman »Ein helles und ein dunkles Haus« (Berlin University Press) sowie ihr Kriminalroman »Opferstein« (Emons Verlag).

 

Werkstatt im Opernhaus

 

 

21.3.2012

Mark Z. Danielewski

»Only Revolutions«

Lesung und Gespräch mit dem Autor

Moderation: Thomas Böhm

 

In »Only Revolutions« begleiten wir zwei Jugendliche auf ihrem atemberaubenden Trip quer über den amerikanischen Kontinent und durch die Zeit. Als ewig 16-jährige reisen sie durch zweimal hundert Jahre, vom amerikanischen Bürgerkrieg bis zum Kalten Krieg und von der Bürgerrechtsbewegung bis zum Irakkrieg. Der bei Klett-Cotta erschienene Roman über zwei junge Liebende, die ihrem Schicksal entgegen treiben, will beim Leser die unendliche Sehnsucht nach dem, was hinter der Zeit verborgen liegt, wecken und fordert – mitreißend und anarchisch – die großen Gefühle heraus.

 

Mark Z. Danielewski, 1966 als Sohn des polnischen Filmregisseurs Tad Danielewski geboren, schuf mit seinem Debütroman »House of Leaves« das erste Kultbuch des 21. Jahrhunderts. »Only Revolutions« wurde für den National Book Award nominiert.

 

Mark Z. Danielewski gilt in seiner amerikanischen Heimat als eine Art Über-Schriftsteller, genial und zugleich bedrohlich wie einst die Autorenberserker Ezra Pound, Allen Ginsberg oder William S. Burroughs. Sein neuer Roman ist Kunstobjekt, Teenager-Hymne und Rätselspiel in einem – und eine Hymne auf die Liebe. 

Dietmar Dath, FAZ

 

Akademisches Kunstmuseum Bonn


 

7.3.2012

Ulla Lenze

»Der kleine Rest des Todes«

Lesung und Gespräch mit der Autorin

Moderation: Hubert Winkels

 

Eine junge Frau verliert ihren Vater durch einen Flugzeugabsturz. Fast eine alltägliche Geschichte. Für Ariane, die Ich-Erzählerin, zerbricht die Welt, die sie bisher kannte. Ihre Verstörung ist grenzenlos. Im Gegensatz zu ihrer Schwester funktioniert Ariane einfach nicht mehr, dabei müssen so viele Dinge geregelt werden ... Sie verharrt in einer Schockstarre, taumelt durch ihr Leben wie eine Fremde. Sie versucht zu begreifen, und nimmt sich einfach die Zeit, die sie dafür braucht.  

 

Ulla Lenze beschreibt das emotionale Erdbeben im Leben Arianes mit einer sprachlichen Schönheit, die ihresgleichen sucht. Selten ist der Verlust eines Menschen so anrührend geschildert worden. Ihr ist mit diesem dritten Roman ein kleines Meisterwerk gelungen. 

 

Ulla Lenze, geboren 1973 in Mönchengladbach, lebt in Berlin. Stipendienaufenthalte führten sie nach Mumbai, Damaskus, Iran und Istanbul. Zwei Romane, »Archanu« (Amman, 2008) und »Schwester und Bruder« (DuMont, 2003) sind bisher erschienen; im Frühjahr 2012 folgt »Der kleine Rest des Todes« bei der Frankfurter Verlagsanstalt. Lenze schreibt Essays und Reisereportagen für die FAZ, die NZZ, DIE ZEIT und ist Trägerin des Rolf Dieter Brinkmann-Preises der Stadt Köln.

 

Café im Kunstmuseum Bonn

 


8.2.2012

Ulla Hahn

»Wiederworte«

Lesung und Gespräch mit der Autorin

 

In ihrem im August 2011 erschienenen Band »Wiederworte« (DVA) stellt die Lyrikerin Ulla Hahn ihren frühen Gedichten neue gegenüber, gibt ihnen wieder Worte, auch Widerworte. Liebe und Vergänglichkeit, Geschichte und Gegenwart – die großen Themen sind geblieben, geändert hat sich der Blick der Dichterin. Hören und sehen Sie selbst! 

 

Auch nach 30 Jahren ist die Sprache der Dichterin kräftig und klar. In fast alltäglichen Bildern spricht sie vom Leben, von der Liebe, vom Älterwerden, von der Besserwisserei, von der Angst vor dem Tod. Ob gereimt oder ungereimt: Immer sind Ulla Hahns Gedichte humorvoll, ehrlich, oft zuversichtlich, manchmal melancholisch und immer erfrischend unpathetisch. Sie propagiert keine Klugheiten und spiegelt ganz einfach das pralle Leben. 

WDR 5 Scala

 

In Kooperation mit der Katholischen Familienbildungsstätte Bonn

Katholische Familienbildungsstätte Bon

 

 

 

2.2.2012

Literaturhaus: Arabische Literatur

Abbas Khider »Die Orangen des Präsidenten«

Lesung und Gespräch mit dem Autor

Moderation: Stefan Weidner

 

Der junge Iraker Mahdi wird 1989 ohne Anklage oder Prozess verhaftet, weil sein Freund Ali in den falschen Kreisen verkehrt. So beginnen für ihn zwei von Angst, Hunger, Folter und Grausamkeit geprägte Jahre im Gefängnis. Er überlebt sie, weil er sich immer wieder in Erinnerungen und Geschichten flüchtet: vom liebevollen Aufwachsen in seiner Familie oder seinem Tauben züchtenden Freund Sami. Radikal, doch ohne jede Larmoyanz erzählt Abbas Khider in seinem zweiten Roman vom Irak der 1980er und 90er Jahre unter Saddam Hussein.  

 

Abbas Khider, 1973 in Bagdad geboren, floh 1996 nach einer Verurteilung »aus politischen Gründen« und einer zweijährigen Haftstrafe aus dem Irak, lebte bis 1999 als illegaler Flüchtling in verschiedenen Ländern und seit 2000 in Deutschland. Er studierte Philosophie und Literaturwissenschaft, publizierte Lyrik und 2008 seinen preisgekrönten ersten Roman »Der falsche Inder« (Edition Nautilus).

 

Ein starker, ein bewegender Text, ein Augen öffnendes Buch.
Denis Scheck, ARD Druckfrisch

 

In Kooperation mit Theater Bonn, Kunststiftung NRW, Universität Bonn, Institut für Palästinakunde, Bonn, Edition Nautilus

Werkstatt im Opernhaus

 

 

31.1.2012

Queen Victoria – die Signatur eines Jahrhunderts

Birte Schrein liest aus den Briefen der englischen Königin

Moderation: Heidemarie Schumacher

 

Die Regierungszeit Königin Victorias gilt als die Epoche des britischen Empires, die auf den Säulen von Industrialisierung und Kolonialismus ruhte und Großbritannien zu einem Weltzentrum des aufstrebenden Kapitalismus machte. Die Kultur dieser Epoche favorisiert mithin bestimmte Tugenden: Das Viktorianische Zeitalter gilt als die Ära der Prüderie, der Genügsamkeit, der strikten Gefühlskontrolle. Dass die Königin als Signum dieser Epoche diente, ist an ihren fotografischen Inszenierungen abzulesen. Anhand ihrer Briefe und Tagebuchaufzeichnungen treten jedoch Persönlichkeitszüge 

zutage, die sich den konventionellen Tugenden der Zeit widersetzen.

 

Es liest Birte Schrein, Schauspielerin am Theater Bonn. Durch den Abend führt Heidemarie Schumacher, Literaturhaus Bonn.

 

In Kooperation mit der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland 

 

 

23.1.2012

postpoetry 2011

»und überall können wir singen«

Lesung mit Preisträgerinnen des Lyrikwettbewerbs postpoetry

Moderation: Monika Littau

 

Das Projekt postpoetry will Lyrik populärer machen, den Zugang zu ihr öffnen. Es geht darum, Lyrik zu »posten«, zeitgenössische Gedichte auf dem Postweg den Lesern nahe zu bringen. Zentrales Medium ist dabei die typografisch gestaltete Lyrikpostkarte. 2011 fand der Wettbewerb erstmals in ganz NRW statt. Im Dezember wurden fünf bekannte Lyriker sowie fünf Nachwuchsautoren im Alter von 16 bis 21 Jahren ausgezeichnet. Nun touren sie im Autoren-Tandem durch NRW; in Bonn lesen Marie T. Martin und Annina Brell. 

 

Marie T. Martin, Jahrgang 1982, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und erhielt diverse Arbeitsstipendien, u.a. 2011 von der Kunststiftung NRW. Sie brachte die Prosabände »Luftpost« und »Vier Wände« heraus; im Frühjahr folgt der Gedichtband »Wisperzimmer«.

 

Annina Brell, 1989 geboren, studiert Freie Bildende Kunst in Mainz. Sie war Preisträgerin beim Treffen Junger Autoren in Berlin und nahm an verschiedenen Schreibwerkstätten sowie 2011 am Literaturlabor der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel teil.

 

In Kooperation mit postpoetry und der Stadtbibliothek Bonn

Stadtteil- und Gesamtschulbibliothek Beuel-Ost

 


16.1.2012

David Grossman

»Eine Frau flieht vor einer Nachricht«

Lesung und Gespräch mit dem Autor und seiner Übersetzerin Anne Birkenhauer, Moderation: David Eisermann

 

Eine Frau erzählt: von ihrer Liebe zu zwei Männern, von Wut und Zärtlichkeit, Verzweiflung und Leidenschaft – und von ihrem Sohn Ofer, der sich freiwillig für einen Militäreinsatz im Westjordanland gemeldet hat. Sie hofft, das drohende Unglück bannen zu können, indem sie ihrem Jugendfreund Avram, der im Jom-Kippur-Krieg selbst Soldat war, von Ofers Vorhaben berichtet. Und sie hofft, unerreichbar zu sein, falls das Schreckliche geschieht ...

 

In seinem 2009 im Hanser Verlag erschienenen Roman zeigt David Grossman, der große Erzähler, Stilist und sensible Menschenbeobachter, auf beeindruckende Weise, wie in Israel das Schicksal der Menschen unauflöslich mit Politik verbunden ist. Grossman und seine deutsche Übersetzerin Anne Birkenhauer erhielten für das Buch 2011 den internationalen Literaturpreis ALBATROS; zudem wurde Birkenhauer bei der Frankfurter Buchmesse mit dem renommierten Jane-Scatcherd-Übersetzerpreis ausgezeichnet. 

 

In Kooperation mit der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland


 

9.12.2011

Michael Klevenhaus: »Sgeul ghoirid agus Tè bheag (´N Kurzer und ´ne Kurzgeschichte)«

4 sgeulachdan goirid agus uisge-beatha - Vier gälische Kurzgeschichten und vier Whiskies

 

Michael Klevenhaus liest schottisch-gälische Kurzgeschichten aus dem ersten zweisprachigen Buch, das je in gälischer und deutscher Sprache erschienen ist: An Claigeann aig Damien Hirst/Der Schädel von Damien Hirst. Geschichten z.B. über virtuelle Freunde, eine Dorfdisko, ein Navi, welches sich während einer Reise entlang des Loch Lomond auf Abwege begibt, und darüber, wie man in Schottland aus einer Mücke einen Elefanten macht. Zu jeder Kurzgeschichte gibt es eine kleine Einführung und den geographisch passenden Whisky. Die Küche des Cafés bietet schottische Spezialitäten aus dem Hochland an. Bitte vorher anmelden, damit wir wissen, wieviel Whisky besorgt werden muss.

 

Michael Klevenhaus ist Verfasser des Lehrbuches der schottisch-gälischen Sprache, schreibt Kurzgeschichten auf Gälisch, singt auf Gälisch (träumt auch manchmal auf Gälisch) und ist Leiter des Deutschen Zentrums für Gälische Sprache und Kultur in Bonn.

 

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Gälische Sprache und Kultur (www.schottisch-gaelisch.de)

Café im Kunstmuseum Bonn

 

 

26./27.11.2011

Autorenworkshop mit Olaf Petersenn

»Pitch, Exposé, Text.«


Seminarleitung: Olaf Petersenn (Kiepenheuer & Witsch) und André Hille (Textmanufaktur). Das Seminar behandelt Strategien der Darstellung eines Buches nach außen, ausgehend von der Erkenntnis, dass man viel über einen langen Text lernt, wenn man wenige Worte machen muss. Weiterhin geht es um den fundierten, analytischen Blick auf die Prosaauszüge der Teilnehmer und deren Einordnung in den aktuellen deutschsprachigen Buchmarkt.

Weitere Informationen unter www.text-manufaktur.de. Die Workshops finden statt im Deutschen Zentrum für Gälische Sprache und Kultur, Am Hofgarten 3, Bonn. Beide Workshops sind ausgebucht.

 

 

25.11.2011

H.C. Artmann - Lars Brandt

Film und Gespräch mit dem Regisseur Lars Brandt

 

Lars Brandts Dokumentarfilm »Momente des Glücks - H.C. Artmann« ist die letzte große Annäherung an den bereits von schwerer Krankheit gezeichneten Avantgardedichter und radikalen Romantiker, der sich mit großem Vertrauen auf diese Arbeit eingelassen hat und hier auf alle Masken verzichtet. Entstanden ist mit diesem Porträt ein menschliches und künstlerisches Zeugnis von äußerster Intensität.

 

Dem Film »H. C. Artmann – Momente des Glücks«, 2000 im WDR und auf Arte ausgestrahlt, folgte 2001 Brandts Buch »H.C. Artmann – ein Gespräch« im Residenz Verlag. Elf Jahre nach Artmanns Tod rückt das Literaturhaus Bonn zu seinem neunzigsten Geburtstag Person und Werk Artmanns aus der ebenso sensiblen wie reflektierten Perspektive des Autors Lars Brandt ins Blickfeld.

 

In Kooperation mit der Kunst- und Ausstelungshalle der Bundesrepublik Deutschland  

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

 

 

23.11.2011

Literaturhaus: Arabische Literatur

Chalid al Chamissi: »Im Taxi. Unterwegs in Kairo« (Lenos Verlag)

Lesung und Gespräch mit dem ägyptischen Autor

Moderation: Stefan Weidner

Lesung der deutschen Texte: Nico Link

 

»Mit dieser Publikation haben wir das ultimative Buch zur ägyptischen Revolution vor uns – und zwar nicht nur das Buch, das uns alles, was wir vom Land am Nil gegenwärtig hören, genau erklärt, sondern auch eines der literarischen Werke, die ein Katalysator der Protestbewegung gewesen sein dürften.

Die Geschichten funktionieren nach einem einfachen Muster: Der Erzähler hält ein Taxi an und kommt mit einem der 250 000 Kairoer Taxifahrer ins Gespräch. Da findet einer Aladins Wunderlampe, reibt an ihr, der Geist erscheint und stellt ihm ei¬nen Wunsch frei. Eine Million ägyptische Pfund verlangt der glückliche Lampenbesitzer. Aber der Geist händigt ihm nur eine halbe Million aus. Warum? - Die Regierung ist mit fünfzig Prozent an der Lampe beteiligt!« (Stefan Weidner in der »Süddeutschen Zeitung«)

 

Chalid al-Chamissi, geboren 1962 in Kairo, studierte Politikwissenschaften an der Universität Kairo und der Sorbonne. Er ist Journalist, Produzent, Regisseur und Drehbuchautor.

 

In Kooperation mit Theater Bonn, Universität Bonn, Institut für Palästinakunde, Bonn, Lenos Verlag, Kunststiftung NRW

Opernfoyer

 

 

18.11.2011

Kleist bei Nacht: »Die Wahrheit ist, dass mir im Leben nicht zu helfen war«

 

Im November 2011 jährt sich zum 200. Mal der Todestag eines der größten deutschen Schriftsteller – am 21.11.1811 setzte Heinrich von Kleist am Berliner Wannsee seinem Leben ein Ende. Im Kleist-Jahr 2011 gedenken Literaturhaus und Theater Bonn dieses Dichters des absoluten Gefühls; Schauspieler des Bonner Ensembles lesen aus Briefen und Werken Kleists, der erst im 20. Jahrhundert die ihm gebührende Anerkennung fand. Live dabei sein wird die Schriftstellerin Felicitas Hoppe mit einem eigens für »Kleist bei Nacht« entwickelten Originalbeitrag.

 

Meine liebste Marie, mitten in dem Triumphgesang, den meine Seele in diesem Augenblick des Todes anstimmt, muss ich noch einmal Deiner gedenken und mich Dir, so gut wie ich kann, offenbaren … dass ich eine Freundin gefunden habe, deren Seele wie ein junger Adler fliegt, wie ich noch in meinem Leben nichts Ähnliches gefunden habe; die meine Traurigkeit als eine höhere, festgewurzelte und unheilbare begreift, und deshalb, obwohl sie Mittel genug in Händen hätte, mich hier zu beglücken, mit mir sterben will. (Heinrich von Kleist an Marie von Kleist, 19.11.1811)

 

In Kooperation mit Theater Bonn

Kammerspiele


 

15.11.2011

Latinale 2011

Martin Gambarotta (Argentinien), Minerva Reynosa (Mexiko) und

Enno Stahl (Neuss)

Lesungen (deutsch und spanisch) und Gespräche

Moderation: Rike Bolte

 

Das mobile Lyrik-Festival LATINALE ist ein jährlich stattfindendes Forum, auf dem aktuelle Tendenzen der lateinamerikanischen Lyrik präsentiert werden. Seit der Gründung 2006 hat sich das Festival als Plattform für in ihren Heimatländern herausragende, in Deutschland aber noch weitgehend unbekannte junge Autorinnen und Autoren etabliert.

 

Martín Gambarotta wurde 1968 in Buenos Aires, Argentinien, geboren. Neben vier Einzelbänden wurden seine Gedichte in zahlreichen Anthologien publiziert, u.a. in der Antología de la poesía hispanoamericana contemporánea (Pre-Textos, 2010). Seine Gedichte wurden bislang ins Englische, Deutsche und Norwegische übersetzt.

 

Minerva Reynosa wurde 1979 in Monterrey, Mexiko, geboren. Sie ist Dichterin und Essayistin. Bisher hat sie vier Gedichtbände vorgelegt, darunter »Atardecer en los suburbios« (Tierra Adentro, 2011). Derzeit ist sie Leiterin des internationalen Projekts poetischer Interventionen »PIMP M(t)Y POETRY«.

 

Enno Stahl wurde 1962 in Duisburg-Rheinhausen geboren und ist Autor, Kritiker und Organisator. Seit 2003 arbeitet er im Rheinischen Literaturarchiv des Heinrich-Heine-Instituts Düsseldorf. Seit 1986 veröffentlicht er Prosa, Lyrik, Essays und Glossen in diversen Anthologien und Zeitschriften. Zuletzt erschien sein Band »Heimat & Weltall« (Ritter 2009).

 

Gefördert vom NRW KULTURsekretariat (Wuppertal) und vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, NRW

In Kooperation mit dem Ibero-Club

Haus an der Redoute

 

 

3.11.2011

Jan Böttcher: »Das Lied vom Tun und Lassen«

Autorenlesung

 

Ein Mädchen ist vom Dach der Schule in den Tod gesprungen. Zurück bleibt ihre Freundin Clarissa, die statt fürs Abitur zu lernen in die Parallelwelt ihres Weblogs flüchtet. Neben ihr der alternde Lehrer Mauss, dessen berufliches Engagement kaum verbergen kann, wie sehr er seine Schüler braucht. Und Engler, der Schulgutachter, der zunächst gar nicht weiß, was er an dem Kleinstadtgymnasium überhaupt begutachten soll. Dass einer wie Mauss mehr auf Bindung als auf Bildung setzt, findet Engler dann allerdings verdächtig – bis er sich in Mauss´ besonderen Schützling Clarissa verguckt ...

 

Jan Böttcher, Jg. 1973, lebt als Autor und Songwriter in Berlin. Beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2007 gewann er den Ernst-Willner-Preis. Nach 4 CDs mit seiner Band Herr Nilsson veröffentlichte Böttcher zuletzt 2008 das Solo-Album Vom anderen Ende des Flures; »Das Lied vom Tun und Lassen« ist sein dritter, zur Buchmesse 2011 erscheinender Roman.

 

»Böttchers Prosa ist hochunterhaltsam, ohne leichter Lesestoff zu sein. Immer wieder bleibt man an schönen Sätzen hängen, an zarten Pointen.« Der Tagesspiegel

 

BuchLaden 46

 

 

1.11.2011

Ingeborg-Bachmann-Preis 2011

Maja Haderlap: »Engel des Vergessens«

Autorenlesung

 

Präzise und sinnlich schildert die Ich-Erzählerin ihr Aufwachsen: den kargen Alltag in der Abgeschiedenheit der Kärntner Berge, die dominante Großmutter und das schwierige Verhältnis zwischen Vater und Mutter. Durch den unvoreingenommenen kindlichen Blick wird die Geschichte der Kärntner Slowenen im 20. Jahrhundert behutsam aufgerollt. Erst langsam begreift die Erzählerin die Zusammenhänge: Die Großmutter wurde von den Nazis deportiert und überlebte das Konzentrationslager, der Vater schloss sich noch in seiner Jugend den Partisanen an. Die historischen Verwerfungen beeinflussen das Leben in der vermeintlichen Abgeschiedenheit bis in die Gegenwart: Die Jugoslawienkriege erlebt die Protagonistin als junge Frau, die in ein eigenes Leben aufbricht.

 

Maja Haderlap wurde 1961 im slowenischen Teil Österreichs geboren und studierte Theaterwissenschaft und Germanistik. Sie arbeitete als Chefdramaturgin am Stadttheater Klagenfurt lebt dort seit 2008 als freie Schriftstellerin. Nach Veröffentlichungen von Gedichtbänden auf Slowenisch und Deutsch wurde sie 2011 für ihr eindrückliches Romandebüt (Wallstein Verlag) mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet.

 

Akademisches Kunstmuseum Bonn

 

 

18.10.2011

Literaturhaus: Arabische Literatur

Samiha Khrais: »Bücher der Flut«

Lesung und Gespräch mit der jordanischen Autorin

Lesung der deutschen Texte: Tatjana Pasztor

Moderation: Stefan Weidner

 

In »Bücher der Flut« (Alawi Verlag) stehen die Krankenschwester Asmahan und ihre große Liebe Abdul-Razzak im Mittelpunk der Ereignisse, die sich von Beginn bis Mitte des 20. Jahrhunderts abspielen. Amman, die heutige Hauptstadt Jordaniens, wird zur Fluchtstätte für Menschen, die von überall her zuwandern, wo Kriege und Konflikte ausbrechen. Sie kommen aus Tschetschenien, Armenien und Osteuropa, aber auch aus benachbarten arabischen Ländern. Das Besondere: Die Geschichte wird aus dem Blickwinkel von Gegenständen erzählt, zum Beispiel aus der Perspektive von einem Ballen Seide, Zucker, einem Seil. In dem Roman stellt sich die Frage: wie kommen all die Menschen miteinander aus? Kann beispielsweise der Muslim Abdul-Razzak die Christin Asmahan heiraten, oder beugt er sich der Tradition einer vorwiegend islamischen Gesellschaft?

 

Die jordanische Schriftstellerin Samiha Khrais ist auch Journalistin und leitet die Rubrik Belletristik bei der in Amman erscheinenden Tageszeitung Al-Rai.

 

In Kooperation mit Theater Bonn, Universität Bonn, Institut für Palästinakunde, Bonn, Alawi Verlag, Kunststiftung NRW

Werkstatt im Opernhaus

 

 

 

10.10.2011

Literaturhaus: HERZORTE. Isländische Literatur in Bonn

»Die Isländer kommen!« – Hallgrímur Helgason, Auður Ava Ólafsdóttir und Steinar Bragi

Lesungen und Gespräche mit den Autoren

Moderation: Gisbert Haefs

Lesung der deutschen Texte: Corinna Harfouch

 

Am Tag vor der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse präsentiert sich das Gastland 2011 mit drei sehr unterschiedlichen literarischen Stimmen in Bonn.

 

Internationale Aufmerksamkeit verschaffte Hallgrímur Helgason die Verfilmung seines Romans 101 Reykjavik. Nachdem der Schriftsteller und Künstler in seinem letzten Roman Tipps gegen das Morden und für den Abwasch gegeben hat, stellt er mit Eine Frau bei 1000° (Klett-Cotta) sein jüngstes Buch vor.

 

Auður Ava Ólafsdóttir brachte einen neuen Ton in die isländische Literatur – und sie schlug einen besonderen Weg ein: Vor ein paar Jahren trat die Kunsthistorikerin zum Katholizismus über. Mit Weiß ich, wann es Liebe ist, ihrem ersten auf Deutsch erschienenen Roman (Suhrkamp), nimmt sie uns mit ins Kloster – und auf eine innere Reise.

 

Steinar Bragi war 23, als sein erster Gedichtband erschien. Er gehört zur Riege der jungen Autoren, die ihre Einflüsse vor allem aus der Populärkultur beziehen. Für seinen aktuellen Roman Frauen (Verlag Antje Kunstmann) war Bragi für den wichtigsten skandinavischen Literaturpreis, den Preis des Nordischen Rates, nominiert.

 

In Kooperation mit der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

 

 

30.9.2011

»My Favourite Things« 

 Roger Willemsen legt seine liebsten Jazzplatten auf

 

Seit Anfang der Neunziger Jahre ist der Schirmherr des Bonner Literaturhauses Roger Willemsen unter anderem als Musik-Vermittler in Fernsehen und Hörfunk bekannt. Spätestens seine Filme über Michel Petrucciani und Quincy Jones, seine Beiträge in »Willemsens Musikszene«, die WDR-Sendung »Gefühlsausbrüche« oder neuerdings die NDR-Sendung »Roger Willemsen legt auf« haben ihm ein großes Publikum gesichert, wenn er auszog, seine musikalischen Vorlieben zu erklären. In einem eigenen Bühnenprogramm erläutert und spielt er nun live seine liebsten Jazz-Titel. Dabei wird das Publikum nicht überfrachtet mit musiktheoretischem Wissen, vielmehr folgt Willemsen seiner Leidenschaft, erzählt Anekdoten, forscht den Stimmungen, dem Ausdrucksverhalten der Musik nach und sucht, diese Musik noch zugänglicher zu machen. Das Publikum erwartet ein Abend der musikalischen Schwärmerei, auch geeignet für Hörerinnen und Hörer, denen diese Musik bislang nicht nah war, die aber bereit sind, die Ohren zu öffnen.

 

Rheinisches Landesmuseum Bonn

 


29.9.2011

Christof Wackernagel: »es - Traumtrilogie«

Lesung mit Christof, Sabine und Katharina Wackernagel

Moderation: Dietrich zu Klampen

 

Der Schauspieler und Autor Christof Wackernagel, geboren 1951, wurde 1977 als Mitglied der RAF verhaftet und für zehn Jahre inhaftiert. In dieser Zeit söhnte er sich mit dem von ihm in einer Schießerei verletzten Polizisten aus und distanzierte sich in einem schmerzhaften Prozess vom bewaffneten Kampf. Der Widerspruch, der ihn zu zerreißen drohte: Die Gründe, die ihn hatten zur Waffe greifen lassen, existierten fort, und der bewaffnete Kampf im Untergrund hatte ihn zu genau dem gemacht, wogegen er kämpfte. Um sich nicht das Leben zu nehmen, schrieb Wackernagel »es« und entwickelte dafür eine besondere literarische Form: Dieselben Geschehnisse werden in den drei verschiedenen Aggregatzuständen des Traumes dargestellt: Traum, Halluzination und Tagtraum. Die Basis des Werks (zu Klampen Verlag) bilden Wackernagels Träume von 1979 bis 1994, die er schonungslos offen protokolliert hat.

 

Die ausgesprochen persönlich konzipierte Veranstaltung wird moderiert vom Verleger Dietrich zu Klampen; es lesen der Autor, seine Schwester, die Schauspielerin Sabine Wackernagel, und seine aus Film und Fernsehen bekannte Nichte Katharina Wackernagel.

 

In Kooperation mit der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

 

 

 

19.9.2011

Margarete Mitscherlich-Nielsen: »Die Radikalität des Alters - Einsichten einer Psychoanalytikerin« (S. Fischer Verlag)

Lesung und Gespräch mit der Autorin

Moderation: Dr. David Eisermann

 

Mit über neunzig Jahren wendet sich Margarete Mitscherlich nochmals den zentralen Fragen ihres Lebens zu: Dem Vergessen und Verdrängen und der Unfähigkeit der Deutschen zu trauern; der Emanzipation im weitesten Sinne, also der Befreiung von Denkeinschränkungen, Vorurteilen, Ideologien, aber auch im engeren Sinne der Emanzipation der Frau und ihrer Stellung in der Gesellschaft; den Geschlechterrollen, männlichen und weiblichen Werten. Zugleich reflektiert sie das Älter- und Altwerden und beschreibt, wie es ihre Sicht auf die Dinge prägt.

 

Margarete Mitscherlich-Nielsen (Jg. 1917), ist Psychoanalytikerin, Medizinerin und Autorin zahlreicher Bücher. Sie war Mitbegründerin des Sigmund-Freud-Instituts und Herausgeberin der Zeitschrift Psyche. Gemeinsam mit ihrem Mann Alexander Mitscherlich (1908-1982) veröffentlichte sie 1967 das bahnbrechende Buch »Die Unfähigkeit zu trauern«. Sie lebt in Frankfurt am Main.

 

Rheinisches Landesmuseum Bonn

 

 

10.-11.9.2011

Literaturhaus: Schreiben

Autorenworkshops der Textmanufaktur Leipzig in Kooperation mit dem Literaturhaus Bonn, Autorenworkshop mit Gisa Klönne

 

»Täter, Opfer und Ermittler. Figuren und Plot im Kriminalroman.« Seminarleitung: Die Kölner Krimiautorin Gisa Klönne, deren neuer Roman »Nichts als Erlösung« im Oktober bei Ullstein erscheint, und André Hille (Textmanufaktur).

 


 

12.7.2011 

Literaturhaus: HERZORTE. Isländische Literatur in Bonn

Islands Atomdichter

Mit Wolfgang Schiffer (WDR) und Johann P. Tammen

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg stand die Literatur Islands ganz im Zeichen der Zeit, und dieses lautete: Kalter Krieg – und Atomzeitalter. Halldór Laxness erhielt im Jahre 1955 als erster Isländer den Literaturnobelpreis für seinen Roman »Atomstation« (1948). Und in der Poesie hielt der Modernismus mit einer Gruppe junger Autoren Einzug, die bald unter dem Etikett Atomdichter firmierten.

Für die Literaturzeitschrift ´die horen´, bereits mehrfach durch Anthologien mit skandinavischer Literatur hervorgetreten, stellte deren Herausgeber Johann P. Tammen nun eine Auswahl isländischer Atomdichtung zusammen. Der Band mit dem Titel »Bei betagten Schiffen« kombiniert Gedichte von Einar Bragi, Hannes Sigfússon, Jón Óskar, Sigfús Daðason und Stéfan Hörður Grímsson mit Texten über deren politisches und kulturelles Engagement. Wolfgang Schiffer und Johann P. Tammen führen ins Werk der Atomdichter ein und tragen Beispiele vor.

 

In Kooperation mit der Universität Bonn

Bonner Kunstverein  

 

 

29.6.2011 

Literaturhaus: HERZORTE. Isländische Literatur in Bonn

Sjón

 

Er ist mehr als ein Geheimtipp – er ist eine literarische Entdeckung: der isländische Romanautor, Dichter und Songtexter Sjón. Allerdings könnte, wer ihn als oscar-nominierten Texter für die Sängerin Björk und für Lars von Triers Film »Dancer in the Dark« kennt, leicht auf eine falsche Fährte geraten. Sein Roman »Schattenfuchs«, für den er 2007 mit dem Preis des Nordischen Rates die wichtigste literarische Auszeichnung Skandinaviens erhielt, ist alles andere als Popliteratur. Vielmehr eine existentielle Gratwanderung, bei der die harsche isländische Natur eine zentrale Rolle spielt. Mit »Das Gleißen der Nacht«, seinem jüngsten, im S. Fischer Verlag erschienenen Roman, der von einem isländischen Gelehrten des 17. Jahrhunderts handelt, setzt Sjón diese Linie in literarisch eindringlicher Weise fort. In Bonn wird er auch Ausschnitte aus seinem Gedichtband »Gesang des Steinesammlers« präsentieren.

 

In Kooperation mit der Universität Bonn

Akademisches Kunstmuseum Bonn

 

 

 

20.6.2011 

Literaturhaus: HERZORTE. Isländische Literatur in Bonn

 Kristín Steinsdóttir

 

»Nirgends wird es an einem Sommertag wärmer, nirgends ist die Windstille stiller. Und nirgends wird der Nebel schwärzer, wenn er sich über das Dorf legt und die Sicht verbirgt.«

 

So beschreibt die Autorin Kristín Steinsdóttir den Ort ihrer Kindheit: den Fjord Seiðisfjörður im Nordosten Islands. Nicht nur in ihren zahlreichen Kinder- und Jugendbüchern ist viel vom Zauber des Fjordes und der isländischen Natur zu spüren. Vom Island ihrer Kindheit erzählt Kristín Steinsdóttir auch in dem Hörbuch »Leben im Fisch«, das sie in Bonn ebenso vorstellen wird wie ihren neuen Roman »Im Schatten des Vogels«, dessen deutsche Übersetzung im Herbst 2011 im C.H. Beck Verlag erscheint.

 

In Kooperation mit der Universität Bonn

Bonner Kunstverein

 

 

17.-19.6.2011 

Literaturhaus: Treffen Junger Magazine

BELLA Triste, EDIT, Kritische Ausgabe, la mer gelée,[um]laut, Pascal Richter, Randnummer, [SIC], Sprachgebunden

18. Juni 2011

Ein Tag der jungen Literatur- und Kulturzeitschrift

Messe – Diskussion - Lesenacht

15:00 – 20:00 Uhr Präsentationsmesse

Die Zeitschriften des TJM präsentieren ihre aktuellen Ausgaben im Foyer des Akademischen Kunstmuseums.

Blättern. Reden. Lesen. Kaufen!

Eintritt frei

16:00 Uhr Diskussions-Podium

»Was ist junge Literatur?«

Mit dem Autor und ehemaligen BELLA-triste-Redakteur Martin Kordic (jetzt Lektor bei DuMont), dem Autor und Verleger Axel von Ernst (Lilienfeld) und Vertretern des Netzwerks Junge Magazine

Moderation: Patrick Hutsch

Eintritt frei

20:00 Uhr Lesung

»But we know where we come from«

TJM präsentiert drei Autorinnen aus der Zeitschriftenszene

Daniela Dröscher, Marie T. Martin, Swantje Lichtenstein lesen aus aktuellen Arbeiten und sprechen darüber, welche Bedeutung Literaturzeitschriften für ihren Weg gehabt haben – und was sie heute noch für sie bedeuten.

10/5 €, Karten an der Abendkasse

 

Eine Veranstaltung des Literaturhauses Bonn in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Junge Magazine und der Universität Bonn

Paten der Veranstaltung:

Journalistenbüro Dr. David Eisermann, Bonn

Weidle-Verlag, Bonn

Akademisches Kunstmuseum Bonn


 

16.6.2011  

Literaturhaus: Komparatistentagung

Podiumsdiskussion mit dem ersten Thomas-Kling-Poetikdozenten Stefan Weidner und der Künstlerin Angela Melitopoulos

Moderation: Ingo Arend

 

Die Videokünstlerin Angela Melitopolous (Berlin) setzt sich in ihren Arbeiten mit Migration und Mobilität, Erinnerung und Visualität auseinander. Stefan Weidner (Köln) ist Autor, Übersetzer,Herausgeber der deutsch-arabischen Kulturzeitschrift Fikrun wa Fann und Inhaber der Bonner Thomas Kling-Poetikdozentur.

Beide werden über die Bedeutung des "Globalen" in ihrer Arbeit sprechen und diskutieren; Angela Melitopolous wird dazu Ausschnitte aus ihrem Film Corridor X zeigen.

 

In Kooperation mit der Universität Bonn

 Festsaal der Universität Bonn


 

9.6.2011

Literaturhaus: HERZORTE. Isländische Literatur in Bonn

Steinunn Sigurðardóttir

 

Die isländische Schriftstellerin Steinunn Sigarðardóttir lebte und arbeitete an vielen Orten: in Europa und den USA, aber auch in Japan. Doch in ihren Büchern kehrt sie immer wieder in ihr Heimatland und zu dessen Kultur zurück. Nachdem sie mit 19 Jahren ihren ersten Gedichtband veröffentlichte, fanden vor allem Romane wie »Herzort«,»Gletschertheater« und »Der Zeitdieb« ein nationales wie internationales Echo. Übersetzungen ihrer Bücher erschienen in zahlreichen Sprachen, und »Der Zeitdieb«wurde 1999 in Frankreich verfilmt.

In Bonn liest Steinunn Sigarðardóttir aus ihrem neuen Gedichtband »Sternenstaub auf den Fingerkuppen«(Kleinheinrich Verlag) sowie aus dem Roman »Der gute Liebhaber«, der im September im Rowohlt Verlag erscheint.

 

In Kooperation mit der Universität Bonn

Bonner Kunstverein 

 

 

6.6.2011

»Lesen unter Hitler«

Gespräch mit dem Autor Christian Adam


Das Buch »Lesen unter Hitler« handelt von den Bestsellern des »Dritten Reichs«. Trotz der Vertreibung vieler unliebsamer Autoren, verbrannter Bücher und Verbotslisten boomte die Buchbranche. Zahlreiche Autoren erreichten mit ihren Werken riesige Auflagen - nicht immer im Sinne der Machthaber. Christian Adam untersucht, wie Bücher im Nationalsozialismus entstanden und welche Bücher zwischen 1933 und 1945 tatsächlich gelesen wurden.

In Zusammenarbeit mit dem Montag-Club und der Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Nationalsozialismus - An der Synagoge e.V.

VHS Bad Godesberg


 

27.5.2011  

Literaturhaus: Grenzregionen

Freddy Derwahl, Eupen (Belgien) liest aus seinem Roman »Bosch in Belgien«

Moderation: Michael Klevenhaus

 

Albert Bosch, ein anarchischer Student, Chauffeur und Gärtner-Gehilfe aus Ostbelgien, ist auf der Suche nach »Heimat«. Seine Großväter kämpften für den deutschen Kaiser und den belgischen König, sein Vater im Hitler-Deutschland als Zwangssoldat. Er selbst wird als Landesverräter und »boche« beschimpft. Seinem Staat misstraut er. Brüssel bleibt eine Hauptstadt auf Distanz. Um die Autonomie der deutschsprachigen Minderheit toben Kleinkriege, Bosch gammelt zwischen den Grenzen. Dann erscheint im Eupener Kirmestrubel eine Frau ...

Derwahl erzählt Boschs Geschichte eng verbunden mit der der »Deutschsprachigen Gemeinschaft« Belgiens. Dabei überspringt er ständig Grenzen geographischer, sprachlicher, persönlicher und philosophischer Art. Möchte man das heutige Belgien verstehen lernen, trägt dieser Roman mit seiner ruhig fließenden Erzählweise entspannt und kenntnisreich dazu bei.

 

Freddy Derwahl, geboren 1946 in Eupen (Belgien), ist der »bekannteste deutschsprachige Schriftsteller Belgiens« (FAZ). Das vielfach ausgezeichnete Mitglied des belgischen PEN-Clubs verfasste u.a. die Biographie Anselm Grüns und in Kooperation mit dem ZDF die Papstbiographie »Johannes XXIII.«

 

Café im Kunstmuseum Bonn

 

 

25.5.2011

Thomas Böhm: »Lesezirkel«

Wie kann gemeinsames Lesen von Büchern gelingen?

Thomas Böhm stellt sein neues Buch vor

 

Das erste Buch zum Thema Lesekreise auf dem deutschsprachigen Buchmarkt. Mit Lektüretipps von Sigrid Löffler, Marlene Streeruwitz, Denis Scheck u.v.m.

 

Ein wenig französischer Salon, ein bisschen Literarisches Quartett — und viel geteilte Lesefreude: So spannend wie die erste Seite eines neuen Romans ist die erste Minute eines Lesekreistreffens. Hat jemand eine lebenswichtige Weisheit entdeckt? Banalen Blödsinn? Oder eine wunderbare Stelle? Thomas Böhm erläutert, wie man Lesekreisfreunde und die lesenswertesten Bücher findet. Wie sich die Treffen gestalten lassen — von der Diskussionsleitung bis zum passenden Menü.

Daneben enthält das Buch Gedanken zur Tradition des geselligen Lesens und Lektürevorschlägen bekannter Autoren — kurz: alles, was Sie brauchen, um schon bald selbst die erste Minute Ihres Lesekreises zu erleben.

 

Thomas Böhm hat als langjähriger Leiter des Kölner Literaturhauses viele Lesezirkel angeregt und mit unkonventionellen Mitteln seine Begeisterung für Bücher weitergegeben.
 

In Kooperation mit dem buchLaden 46

buchLaden 46

 

 

10.5.2011

»Was eint uns?«

Deutschland als Einwanderungsland, Deutsch als »zweite Muttersprache«, Identität und kulturelle Integration im vielsprachigen Europa 

 

Diesem Thema widmet sich die Soiree in der Bonner Reihe »Literatur und Verantwortung« der Konrad-Adenauer-Stiftung. Das Programm wird eröffnet von Armin Laschet MdL, der 2005-2010 als erster Integrationsminister in NRW amtierte. Der Dichter und Essayist José F.A. Oliver trägt gemeinsam mit dem andalusischen Sänger David Alcántara ein »Lyrisch-Musikalisches Fahrtenbuch« vor. Oliver, dessen Eltern 1960 aus dem spanischen Málaga in den Schwarzwald zogen, wuchs zweisprachig auf. Die japanische Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin Yoko Tawada, die seit 1979 in Deutschland lebt, liest einen interkulturellen Essay. Sie hat auf Deutsch und Japanisch Gedichte, Theaterstücke, Hörspiele und Prosa veröffentlicht.

 

In Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung und »Die Zeit mit Christ & Welt«

Wasserwerk/Alter Plenarsaal, World Conference Center Bonn

 

 

28.4.2011 

Literaturhaus: Perspektive Asien 

»Der Freiheit geopfert«
Der Autor Bei Ling liest aus der Biographie des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo und bezieht Stellung zur momentanen Debatte um den chinesischen Künstler Ai Weiwei

Lesung der deutschen Texte: Oliver Chomik

Moderation und Übersetzung: Dr. Thomas Zimmer

 

Der Schriftsteller Liu Xiaobo steht seit mehr als zwei Jahrzehnten für den gewaltfreien Kampf chinesischer Intellektueller gegen die Unterdrückung des Volkes und für mehr Menschenrechte in China. Seinen Einsatz für mehr geistige und gesellschaftliche Unabhängigkeit in der Volksrepublik hat Liu Xiaobo mit seiner Freiheit bezahlt. Er sitzt seit 2009 in Haft, 500 Kilometer von seinem Zuhause in Peking entfernt. Der chinesische Dissident und Präsident des PEN-Clubs unabhängiger Schriftsteller in China wurde zu elf Jahren Haft verurteilt. Am 10. Dezember 2010 erhielt der Kämpfer für Menschenrechte den Friedensnobelpreis.

 

Sein langjähriger Freund, der Schriftsteller und Dissident Bei Ling, gründete mit Liu Xiaobo zusammen den PEN-Club in China. Auch er wurde von den Sicherheitsbehörden verhaftet und ins Gefängnis gesteckt. Seit dem Ende seiner Haft lebt er im ausländischen Exil. Nun hat er die ganz persönliche Biografie von Liu Xiaobo, seinem Freund und Wegbegleiter, geschrieben.

 

Kurfürstliches Gärtnerhaus

 

 

13.4.2011

Barbara Honigmann »Das überirdische Licht - Rückkehr nach New York«

Moderation: Thomas Fechner-Smarsly

 

Barbara Honigmann wurde 1949 in Ost—Berlin geboren. Sie studierte Theaterwissenschaft an der Humboldt-Universität und arbeitete als Dramaturgin und Regisseurin. Die Enge des DDR-Staates und die begrenzten Möglichkeiten, dort aktiv als Jüdin zu leben, führten zu ihrem Entschluss, auszuwandern. Seit 1984 lebt die renommierte und mit Preisen ausgezeichnete Schriftstellerin und Malerin in Straßburg. Im Winter 2005 reiste Barbara Honigmann nach New York. Persönlich und mit viel Witz berichtet sie in »Das überirdische Licht. Rückkehr nach New York« von einem Aufenthalt zwischen Campus und Boheme, von jüdischen »connections« und »communities«. Unversehens wird daraus auch eine Reise zurück nach Deutschland, und im Gespräch mit Verwandten erscheint die so oft beschriebene Stadt im Schein der Vergangenheit plötzlich in einem ganz besonderen Licht.

 

Eine Veranstaltung im Rahmen der Jüdischen Kulturtage

Bonner Kunstverein

 

 

30.3.2011 

Literaturhaus: Lesung in der Lounge

Honoré de Balzac: »Napoleon. Seine Lebensgeschichte, erzählt von einem alten Soldaten«

 

Im vergleichsweise unbekannten Balzac-Roman „Der Landarzt“ findet sich die so mitreißende wie berührende Episode: Napoleon ist seit acht Jahren tot, doch in der Erinnerung des alten Soldaten Goguelat bleibt er unsterblich. Der Schauspieler Rolf Mautz, Ensemble-Mitglied am Theater Bonn, liest die Erzählung vom kleinen, großen Kaiser, von den Feldzügen quer durch Europa, von Abenteuer, Ruhm und Niederlage. Und man begreift, warum die Franzosen ihn geliebt haben, den „Vater des Volks und der Soldaten“.

 

In Kooperation mit der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

 

 

21.3.2011

Hanns-Josef Ortheil »Die Erfindung des Lebens«

 

In seinem neuen, autobiographisch inspirierten Roman erzählt Hanns-Josef Ortheil die Geschichte eines jahrelang stummen Kindes, dessen Eltern im Krieg und in der Nachkriegszeit vier Söhne verloren haben. Zusammen mit der ebenfalls stummen Mutter wächst es in einer künstlichen Schutzzone auf, aus der es sich erst langsam durch das geliebte Klavierspiel und den unorthodoxen Sprachunterricht des Vaters befreien kann. Doch die Befreiung ist schmerzhaft.

 

In Anlehnung an die großen Bildungsromane der deutschen Literatur entwirft dieser auch historisch weit ausholende Roman eine Biographie, die nach jedem Rückschlag wieder ganz neu erfunden werden muss. Entstanden ist dabei die ergreifende Geschichte von einem jungen Pianisten und späteren Schriftsteller, deren am Ende glücklicher Verlauf an ein Wunder grenzt.

»Ortheil hat im Gegensatz zu den meisten seiner Schriftstellerkollegen keine Scheu vor Happy End und großer Liebe. »Erfindung des Lebens« ist ein tröstlicher Roman geworden.« FAZ

 

In Kooperation mit der Katholischen Familienbildungsstätte, dem Katholischen Bildungswer und dem buchLaden 46

Katholische Familienbildungsstätte Bonn

 

 

22.2.2011

Literaturhaus: Reflexionen

»Kann man Bücher lieben?« Lesung und Gespräch mit Hubert Winkels

Moderation: Dr. Heidemarie Schumacher

 

Hubert Winkels gehört zu den bekanntesten Literaturkritikern Deutschlands. Sein gerade erschienener Essayband »Kann man Bücher lieben?« vereint reflektierende und erzählende Elemente, die um das Sammeln, Lesen und Bewerten von Büchern kreisen.
 

 

Dem Literaturhaus Bonn ist daran gelegen, in Gesprächen die Mechanismen aufzuhellen, nach denen Bücher auf den Markt kommen oder unter den Tisch fallen, welche Bewertungskriterien im Literaturbetrieb entwickelt werden, und wie sich diese – etwa durch Preisverleihungen – durchsetzen. Das Gespräch mit Hubert Winkels soll auch diese Hintergründe ausleuchten.

 
Café im Kunstmuseum Bonn

 

 

17.2.2011

Literaturhaus: Sachbuch

»Die Terroristen von nebenan« - Die Autoren Rolf Clement und Lothar Kittstein diskutieren über Islamismus und Terrorbekämpfung und lesen Auszüge zur Thematik aus verschiedenen eigenen Texten

Moderation: Barbara Weidle

 

»Die Terroristen von nebenan« heißt das Buch von Rolf Clement und Elmar Jöris, das 2010 im Piper Verlag erschienen ist. Es hat seinen Ausgangspunkt in Bonn und geht der Frage nach, wie ganz normale junge Männer, die in Deutschland sozialisiert sind, unmerklich in einen militanten und äußerst gefährlichen Islamismus abgleiten und sich als Gotteskrieger mit Gewalt gegen unsere Gesellschaft wenden können.

 
Der Dramaturg und Autor Lothar Kittstein hat 2010 ein Stück über Bundeswehrsoldaten geschrieben: »Haus des Friedens«, das im Theater Bonn uraufgeführt wurde. Es könnte in Afghanistan oder an einem anderen Auslandseinsatzort deutscher Soldaten spielen und führt die Schwierigkeiten und Fragwürdigkeit eines solchen Einsatzes für den einzelnen drastisch vor Augen.
Das Literaturhaus Bonn hat Rolf Clement und Lothar Kittstein eingeladen, diesen Themenkreis anhand von ausgewählten Texten vorzustellen und zu diskutieren.

 

Café im Kunstmuseum Bonn

 

 

31.1.2011

Dorothee Elmiger »Einladung an die Waghalsigen« 

Moderation: Dr. Thomas Fechner-Smarsly

 

Dorothee Elmiger (* 1985 in Wetzikon) ist eine Schweizer Schriftstellerin.

Dorothee Elmiger ging bereits vor Abschluss der Schule einige Zeit nach New Hampshire (USA) und nahm dann ein Studium der Philosophie und Politikwissenschaft in Zürich auf. Danach studierte sie am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel/Bienne und verbrachte ein Auslandssemester am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 2008 nahm sie in Hildesheim am Festival für junge Literatur Prosanova teil. Inzwischen führt sie in Berlin ihr Studium der Politikwissenschaft fort. Die Autorin veröffentlichte bisher in verschiedenen Anthologien und Zeitschriften und war 2009 Stipendiatin beim Klagenfurter Literaturkurs.

 

Auf Einladung von Bachmannpreis-Juror Paul Jandl las Elmiger 2010 bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur einen Auszug aus ihrem Roman Einladung an die Waghalsigen vor und gewann den 2. Bachmannpreis, den Kelag-Preis, der mit 10 000 Euro dotiert ist. Im selben Jahr wurde sie für ihren Roman für den Schweizer Buchpreis nominiert und erhielt den aspekte-Literaturpreis.


In Kooperation mit der Universität Bonn 
Buchladen 46 

 

 

28.1.2011

Literaturhaus: Schreiben

postpoetry – Gedichte zum Versenden

Lesung der Preisträger


Im Mai 2010 schrieb der Verein Aura 09 einen Lyrik-Wettbewerb für junge Autorinnen und Autoren (Alter 16 bis 25 Jahre) im Rheinland aus. Einzureichen waren drei Gedichte, die die Grundlage für die Auswahl von neun Preisträgerinnen und Preisträgern durch die Jury darstellten. Je ein Gedicht von ihnen sollte als Postkarte gedruckt und in hoher Auflage in Stadtbibliotheken zur Mitnahme und zum Weiterversenden angeboten werden.

 

Unterstützt wurde dieses Projekt, das mehr Leserinnen und Leser für die Gattung Lyrik gewinnen will, vom Land Nordrhein-Westfalen und der Gesellschaft für Literatur.

 

Als Kooperationspartner konnten die Stadtbibliotheken Bergheim, Bonn, Brühl, Düsseldorf, Meerbusch, Monheim, Pulheim, Köln sowie der Förderverein der Stadtteilbibliothek Köln-Sülz Lesezeichen e.V. und das Literaturhaus Bonn gewonnen werden.

 

In Kooperation mit der Stadtbibliothek

Stadtteil- und Gesamtschulbibliothek Beuel-Ost

 

 

25.1.2011  

Literaturhaus: Lyrik

Oiyang Jianghe »Schnellimbiss« 

Moderation: Wolfgang Kubin

 

Lesung des chinesischen Autors aus seinem neuesten Gedichtband »Schnellimbiss« (2010)

 

Schlosskirche

 


18.1.2011

Bruno Ganz liest aus »Unendlicher Spaß«dem Roman von David Foster Wallace

 

In Kooperation mit Theater Bonn

Kammerspiele Bad Godesberg 

 

 

 

16.1.2011 

Literaturhaus Bonn: Übersetzungen

»Unendlicher Spaß«

 

Der Übersetzer Ulrich Blumenbach berichtet von seiner Arbeit an dem Roman von David Foster Wallace.

 

Bonner Kunstverein

 

 
Foto: A. Affentranger Foto: A. Affentranger

 

Grußwort von Roger Willemsen

Schirmherr des Literaturhauses Bonn

 

»Wie gut, daß die Literatur in Bonn endlich ein Dach bekommt: Große Autorinnen und Autoren, Romane und Dichtung,Vergangenheit und Gegenwart, Zeitkritik und Polemik, kunstvoll Ziseliertes und spontan Improvisiertes, lauter innere Ereignisse. Die Ressourcen der Literatur sind unerschöpflich, und sie bieten der Leserschaft unendliche Möglichkeiten der Selbstverwandlung an. Freuen Sie sich also, es ist angerichtet. Nun müssen nur noch die Gäste kommen: Sie.«