April bis Juni 2017

christoph peters und stefan Weidner »TEE AUF DEM FLIEGENDEN TEPPICH«

Thomas-KLING-POETIKDOZENTUR

Lesung und Gespräch

Donnerstag, 22. Juni, 19:30 Uhr

Literarischer Salon in der Stadtbibliothek Bonn

 

„Peters beherrscht die Kunst, seine Leser immer an die richtigen Orte zum richtigen Zeitpunkt zu führen"

Der Spiegel

 

Wenn der neue Thomas Kling-Poetikdozent Christoph Peters sich im Literaturhaus Bonn vorstellt, kommt er direkt aus Istanbul. Zwar nicht auf dem Teppich eingeflogen, bringt er doch aktuelle Reise-impressionen und z.T. noch unveröffentlichte Texte über den

Orient mit: Aus dem 2016 erschienenen Band »Diese wunderbare Bitterkeit. Leben mit Tee«, in dem er die Teekulturen der Welt durchstreift, und, als Preview, aus dem für Herbst 2017 angekündigten Nachfolger »Selfie mit Sheikh«. Im Gespräch mit dem Arabischübersetzer und früheren Thomas Kling-Dozenten Stefan Weidner werden orientalische Fallstricke ebensowenig ausgespart wie eindrücklich Alltägliches und kulturphilosophisch Anspruchsvolles. Denn für Christoph Peters hängt alles mit allem zusammen; mühelos verbindet er Zen mit Norddeutschland oder die japanische Yakuza mit Prenzlauer Berg.

 

1966 in Kalkar geboren, wuchs Christoph Peters am Niederrhein

auf, studierte Freie Malerei in Karlsruhe und lebt heute in Berlin. Er ist Autor zahlreicher Romane und Erzählungsbände und wurde für seine Bücher mehrfach ausgezeichnet.

 

Haus der Bildung, Mülheimer Platz 1, Bonn
Karten im VVK über Bonnticket 12 €/ 6 €, Abendkasse 14 € / 8 €

 

In Kooperation mit


Mit Juliana Kálnay

und Dorian Steinhoff

Dienstag, 13. Juni, 20 Uhr, Fabrik 45

 

IMPORT/EXPORT– die zweite Staffel läuft. Immer noch ist die Show ein Veranstaltungsformat im Rheinland, das junge deutsch-sprachige Literatur live präsentiert. Kurzgetaktet und smart, mit Verve und Witz, in Bonn und Düsseldorf: Eine Literaturveranstaltung mit dem Zeug zur Late-Night-Show für alle, die bei der Vorstellung 60 Minuten Lesung zu hören, bereits eingeschlafen sind.

 

Zu Gast ist dieses Mal Juliana Kálnay mit ihrem Debütroman »Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens« (Verlag Klaus Wagenbach). Die Absolventin des Studiengangs Kreatives Schreiben

und Kulturjournalismus der Uni Hildesheim wagt sich mit diesem Buch ins Surreale, ins Absurde. Don verwandelt sich vor den Augen seiner Frau in einen Baum. Ronda hält Goldfische, die nicht bleiben wollen. Ein Kind beißt sich durch Mauern. Und das ist längst nicht alles, was im Haus mit der Nummer 29 vor sich geht. Und ist das wirklich nur ein Haus? Juliana Kálnay wirft Fragen auf. Und man weiß ja: Fragen sind viel aufregender als Antworten. 

 

Fabrik 45, Hochstadenring 45, Bonn
Karten 6 € zzgl. VVK-Gebühr über www.zakk.de oder an der Abendkasse

 

In Kooperation von Kulturzentrum zakk (Düsseldorf) und Literaturhaus Bonn kommt Import/Export alle zwei Monate in Düsseldorf und Bonn auf die Bühne. Ein Konzept von Dorian Steinhoff (Köln) www.doriansteinhoff.de; gefördert von


buchpremiere

JOCHEN ARNTZ UND HOLGER SCHMALE

»DIE KANZLER UND IHRE FAMILIEN. WIE DAS PRIVATLEBEN DIE DEUTSCHE POLITIK pRÄGT«

Moderation: Ferdos Forudastan

Donnerstag, 18. Mai, 19:30 Uhr

Kanzlerbungalow

 

Wie sich unsere Gesellschaft verändert, zeigt sich auch an den Menschen, die dieses Land regieren. Und an ihren Familien. Ihre Vorstellungen von Familie wiederum prägten Deutschland. So bremste Helmut Kohl stets eine Reform des Scheidungsrechts aus. Gerhard Schröder tat so viel für die Gleichberechtigung von Mann und Frau wie kein anderer Kanzler. Und Angela Merkel? Hat keine Kinder, konzentriert sich auf ihre Arbeit; auch das ist vielen Deutschen vertraut.


Die Journalisten Jochen Arntz und Holger Schmale entwerfen anhand der Kanzlerfamilien ein faszinierendes Panorama dieses Landes – »Das Private ist politisch!« Kaum ein einschlägigerer Ort als der Kanzlerbungalow in Bonn wäre denkbar für diese Buchpremiere, moderiert von Ferdos Forudastan, früher Hauptstadtkorrespondentin der taz in Bonn, zuletzt Sprecherin des Bundespräsidenten Joachim Gauck.


Jochen Arntz, 1965 in Köln geboren, ist nach Stationen bei der Süddeutschen Zeitung und DuMont Chefredakteur der Berliner Zeitung, außerdem Träger des Theodor-Wolff-Preises. Holger Schmale, Jg. 1953, war dpa-Korrespondent in Berlin, Bonn und Washington und ist Autor der DuMont Hauptstadtredaktion.

 

Karten 12 € / 6 € nur nach persönlicher Anmeldung über post@literaturhaus-bonn.de oder T 0228 - 555 2 777 0.  Der Zugang am Abend erfolgt über die Adenauerallee 141. Bitte halten Sie einen gültigen Personalausweis bereit, Einlass ab 18:30 Uhr.

 

In Kooperation mit

Mit Hendrik Otremba

und Dorian Steinhoff

Mittwoch, 17. Mai, 20 Uhr, Fabrik 45

 

IMPORT/EXPORT– die zweite Staffel läuft. Immer noch ist die Show ein Veranstaltungsformat im Rheinland, das junge deutsch-sprachige Literatur live präsentiert. Kurzgetaktet und smart, mit Verve und Witz, in Bonn und Düsseldorf: Eine Literaturveranstaltung mit dem Zeug zur Late-Night-Show für alle, die bei der Vorstellung 60 Minuten Lesung zu hören, bereits eingeschlafen sind.

 

Staffelstart in Bonn ist am 17. Mai in der Fabrik 45. Zu Gast ist dann Hendrik Otremba mit seinem Debütroman »Über uns der Schaum« (Verbrecher Verlag). Der Sänger der Band Messer hat einen dystopischen Krimi Noir geschrieben. Menschen sterben.

Menschen nehmen Drogen. Menschen fliehen. Wir folgen und begegnen Maude und Joseph, zwei verlorene Seelen, die in einer düsteren Zeit ums Überleben kämpfen. Bei genauerem Blick wird klar: Diese Geschichte kommt unserer Gegenwart gefährlich nah.

 

NÄCHSTER IMPORT/EXPORT TERMIN  13. JUNI 2017

Fabrik 45, Hochstadenring 45, Bonn
Karten 6 € zzgl. VVK-Gebühr über www.zakk.de oder an der Abendkasse

 

In Kooperation von Kulturzentrum zakk (Düsseldorf) und Literaturhaus Bonn kommt Import/Export alle zwei Monate in Düsseldorf und Bonn auf die Bühne. Ein Konzept von Dorian Steinhoff (Köln) www.doriansteinhoff.de; gefördert von


JONAS LÜSCHER

»kraft«

Lesung und Gespräch mit dem Autor

Moderation: Thomas Fechner-Smarsly
Mittwoch, 3. Mai, 19:30 Uhr

Otto-Deiters-Hörsaal

 

„Das mit Abstand beste Buch dieses Frühjahrs"
Süddeutsche Zeitung

 

Richard Kraft, Rhetorikprofessor in Tübingen, unglücklich verheiratet und finanziell gebeutelt, hat womöglich einen Ausweg aus seiner Misere gefunden. Sein alter Weggefährte István von der Stanford University lädt ihn zur Teilnahme an einer wissenschaftlichen Preisfrage ins Silicon Valley ein. In Anlehnung an Leibniz’ Antwort auf die Theodizeefrage soll Kraft in einem 18-minütigen Vortrag begründen, weshalb alles, was ist, gut ist und wir es dennoch verbessern können. Für die beste Antwort ist eine Million Dollar ausgelobt. Damit könnte Kraft sich von seiner anspruchsvollen Frau endlich freikaufen … Komisch, furios und böse erzählt Jonas Lüscher von Kraft und einer zu jedem Tabubruch bereiten Machtelite.

 

Jonas Lüscher, geb. 1976 in der Schweiz, lebt seit 2001 in München, studierte Philosophie und arbeitete als Lehrer, Dramaturg und Lektor. Ein mehrjähriges Forschungsvorhaben führte ihn an die ETH Zürich und die Stanford University. Sein literarischer Erstling »Frühling der Barbaren« wurde 2013 für den Deutschen Buchpreis, ebenso für den Schweizer Buchpreis nominiert und trug ihm u.a. den Franz-Hessel-Preis und den Bremer Literaturpreis ein. »Kraft« ist Lüschers erster Roman und steht seit Wochen auf den Bestseller- und Bestenlisten.

 

Anatomisches Institut der Universität Bonn, Nussallee 10, Bonn
Karten im VVK über Bonnticket 10 €/ 8 €, Abendkasse 12 € / 9 €

 

In Kooperation mit


Von hier aus

»Reben, Rhein, Rapunzelmord«

Mittwoch, 26. April, 19:30 Uhr

Moderation: Gaby Seeger

Gasthaus Lichtenberg, Heisterbacherrott

 

So schön die einschlägigen Attraktionen des Siebengebirges sind, so lohnen dort auch viele Entdeckungen der unbekannteren Art: Genau 111 speziellere Reichtümer ihrer Heimatregion beschreiben Ursula Gilbert und Michael Klein in ihrem Band »111 Orte im Siebengebirge, die man gesehen haben muss«. Zwischen Klosterruine und Haus Neuglück erzählen die beiden, was sich im vermeintlich Bekannten verbirgt – wie zum Beispiel, wer den Weinbau in Rhöndorf rettete. Und weil die vielfach bedichteten Höhen bis heute für Schriftsteller ergiebig sind, liest an ihrer Seite Judith Merchant aus ihrem aktuellen Titel »Rapunzelgrab«. Märchenhaft wie die Siegfriedsage erscheint die Mordsache, in der ihr Königswinterer Kommissar ermittelt, und für die auch der Trachyt am Drachenfels nicht ganz ohne Bedeutung ist …

 

Judith Merchant wurde in Bonn geboren, studierte hier Literaturwissenschaften, schreibt Kriminalromane und Kurzgeschichten. Sie ist außerdem Dozentin für Creative Writing und doppelte Glauser-Preisträgerin. Seit 2011 gibt es ihre erfolgreiche Reihe mit Kriminalhauptkommissar Jan Seidel aus Königswinter.

 

Ursula Gilbert ist als Anglistin und Buchhändlerin in Bad Honnef eng mit Literatur verbunden. Ebenso wie ihr Co-Autor Michael Klein zeichnet sie für zahlreiche regional(geschichtlich)e Publikationen verantwortlich.

 

Gasthaus Lichtenberg, Dollendorfer Str. 390, Königswinter-Heisterbacherrott
Eintritt frei

In Kooperation mit



Schreibworkshop für angehende Profis

»Die erste seite«

mit dem Lekotr Olaf Peterssen (Kiepenheuer & Witsch)

Samstag, 8. und Sonntag, 9. April 2017

 

Jedes Manuskript hat einen Anfang und ein Ende und dazwischen sehr viel mehr. In Verlagen liest man selten alles, die ersten Seiten aber immer, also kommt es darauf ganz besonders an. Dieses Seminar will aufzeigen, wie viel schon die erste Seite über das gesamte Buch verrät und was man tun kann, um den ersten Eindruck zu verbessern. Auf Grundlage der eingereichten Manuskripte werden wir gemeinsam eine Feinanalyse der Manuskriptanfänge vornehmen und daraus Schlüsse auf das Ganze ziehen.


Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Interessenten melden sich bitte mit einem maximal 50 Normseiten langen Text bis zum 15. März unter literaturbuero@literaturhaus-bonn.de an.


Teilnahmegebühr: 200 €; für Mitglieder des LHB 160 €; für Studierende, Arbeitslose, Schwerbehinderte, Inhaber des Bonn-Ausweises 130 €

Grusswort

Roger Willemsen

Schirmherr 2010-2016

In Kooperation mit

»Wie gut, dass die Literatur in Bonn endlich ein Dach bekommt: Große Autorinnen und Autoren, Romane und Dichtung, Vergangenheit und Gegenwart, Zeitkritik und Polemik, kunstvoll Ziseliertes und spontan Improvisiertes, lauter innere Ereignisse. Die Ressourcen der Literatur sind unerschöpflich, und sie bieten der Leserschaft unendliche Möglichkeiten der Selbstverwandlung an. Freuen Sie sich also, es ist angerichtet. Nun müssen nur noch die Gäste kommen: Sie.«



Gefördert vom Kulturamt der Bundesstadt Bonn und vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Stadt Bonn