April bis Juni 2015

Liebe Literaturfreunde in und um Bonn,

liebe Leserinnen und Leser,

 

unser Literaturfrühling ist preisträchtig: Es lesen der Bachmann-preisträger 2014 Tex Rubinowitz und der Preisträger der Leipziger Buchmesse 2014 Saša Stanišić. Norbert Scheuer stellt seinen für den Leipziger Buchpreis 2015 nominierten, neuen Roman »Die Sprache der Vögel« vor; die neue Bonner Thomas-Kling-Poetikdozentin Marion Poschmann kommt mit »Die Sonnenposition«, der 2013 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand und mit dem Wilhelm Raabe-Literaturpreis ausgezeichnet wurde.

 

Wie aussagekräftig aber sind Nominierungen und Titel, wie urteilssicher Juroren? Sind Preisvergaben berechenbar, Literatur-kritiken von Belang? Auch darum geht es im Gespräch mit Tex Rubinowitz und der Bonner Autorin Angela Leinen (»Wie man den Bachmannpreis gewinnt«), die gemeinsam mit Kathrin Passig seit 2008 alljährlich in Klagenfurt den »Preis der Automatischen Literaturkritik« vergibt.

 

Büchnerpreis hin, Bremer Literaturpreis her – der große Thomas Bernhard hat sie alle bekommen. Nicht ohne in »Meine Preise« – posthum erst 2009 veröffentlicht – allerlei damit verbundene Kuriositäten mit Witz und Bissigkeit zu überziehen. Wir freuen uns sehr über unsere erste Kooperation mit der »Literatur in den Häusern der Stadt«, bei der der Schauspieler Stefan Hunstein aus Bernhards herrlich giftiger Suada liest.

 

Von großen Männern und großen Preisen erzählt ganz anders Michael Degens »Der traurige Prinz« – das neue Buch des Schauspielers und Autors handelt von seiner Begegnung mit Oscar Werner, von künstlerischer Existenz zwischen Absturz und Triumph.

 

Entdecken Sie diese und weitere Veranstaltungen und Workshops, gegenwärtige und künftige Preisträger, überprüfen Sie Jury-Entscheidungen, küren Sie Ihre persönlichen Favoriten – Sie sind herzlich eingeladen!

 

Ihr Literaturhaus Bonn

Michael Degen

»DER TRAURIGE PRINZ«

Lesung

Sonntag, 31. Mai, 12 Uhr,Bundeskunsthalle

 

Vaduz, 1983: Ein deutscher Schauspieler kommt nach einem Gastspiel-Auftritt mit einem Mann ins Gespräch, erkennt die unverwechselbare Stimme – und erschrickt über das müde Gesicht: Es ist der weltberühmte Oskar Werner, Theatergott und oscarnominierter Filmstar. In der Nacht erzählt Werner sein erstaunliches Leben: ein Wiener Bub aus armen Verhältnissen, der früh an der »Burg« spielte,  gegen die Nazis opponierte, desertierte und knapp dem Tod entkam. Später liegt Werner die Welt zu Füßen, er arbeitet mit Richard Burton, François Truffaut. Dann aber lehnt er Angebote etwa von Stanley Kubrick ab – aus künstlerischen Zweifeln, die er nur noch trinkend erträgt. Den jüngeren Kollegen wird diese Nacht verändern – er blickt in den Abgrund einer gequälten Seele, erkennt die Tragik des Ruhms. Michael Degen ist Oskar Werner wirklich begegnet. Packend erzählt er von jener Nacht und berichtet von anderen prägenden Erlebnissen, mit Gustaf Gründgens oder Ingmar Bergman. Fast eine künstlerische Autobiographie – neben »Nicht alle waren Mörder« das persönlichste Buch des großen Schauspielers und Autors.

 

Michael Degen, Jg. 1932, überlebte den Nationalsozialismus im Berliner Untergrund. Nach dem Krieg trat er als Schauspieler an allen großen deutschsprachigen Bühnen auf und arbeitete mit Regisseuren wie Ingmar Bergman, Peter Zadek und George Tabori. Seine Autobiographie »Nicht alle waren Mörder« (1999) wurde zum Bestseller.

 

In Kooperation mit der Bundeskunsthalle und Rita Baus Kulturproduktion.

 

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Friedrich-Ebert-Allee 4, Bonn, 14,50 € / 8,50 € zzgl. VVK-Gebühr über Bonn-Ticket

Lesung im Rahmen des Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Amerikastudien

Die beiden renommierten Autoren Rivka Galchen (Atmospheric Disturbances, American Innovations) und Joseph O’Neill (Netherland, The Dog) lesen im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Amerikastudien aus ihren Werken. Das Thema der internationalen Tagung, die vom Nordamerikastudienprogramm der Universität Bonn ausgerichtet wird, lautet “Knowledge Landscapes North America”. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt und wird moderiert von Prof. Dr. Andrew Gross (Universität Erlangen-Nürnberg).

 

Sonntag, 31. Mai, 11:30 Uhr, Hörsaal IX, Universitätshauptgebäude

Eintritt frei

Literatur in den Häusern der Stadt

»MEINE PREISE«

Stefan Hunstein liest Thomas Bernhard

Freitag, 29. Mai 2015, 20:00 Uhr, Einlass: 19:30 Uhr

 

Zu Bernhards 20. Todestag im Februar 2009 erstmals veröffentlicht, war und ist die Prosaarbeit »Meine Preise« von besonderer Pikanterie: Im 1980 fertiggestellten, zu Lebzeiten aber nie publizierten Text bilanziert Bernhard die ihm verliehenen Literaturpreise. Mit gewohntem Furor Rückschau haltend, schildert der begnadete Komiker die Tragödien, zu denen sich die Überreichung seiner Literaturpreise jeweils entwickelte. Ob Bremer Literaturpreis, ob Staatspreis für Roman, ob Grillparzer-Preis, ob Georg-Büchner-Preis: Als Auslöser von Skandalen dienten sie dem Geehrten allemal. Und waren aufgrund der mit ihnen verbundenen Geldbeträge für den Autor immerhin Anlass, sich in Abenteuer zu stürzen.

 

Thomas Bernhard (1931 – 1989) war einer der bedeutendsten europäischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts und wurde mit mehr als einem Dutzend renommierter Literaturpreise ausgezeichnet. Er schuf zahlreiche Romane, Erzählungen und Theaterstücke, in jungen Jahren auch Gedichte.

 

Der Münchner Schauspieler und Fotokünstler Stefan Hunstein war unter anderem bei den Salzburger Festspielen, an den Münchner Kammerspielen und am Bayerischen Staatsschauspiel tätig. Er ist Träger des Deutschen Fotopreises (1991).

 

In Kooperation mit Literatur in den Häusern der Stadt.


Gastgeber: Marlis Weber und Hans-Walter Goll, Dollendorfer Str. 10, 53173 Bonn-Bad Godesberg, 20 € / 13 € zzgl. VVK-Gebühr

50 JAHRE DIPLOMATISCHE BEZIEHUNGEN ISR - BRD

RUTH KINET & SEBASTIAN ENGELBRECHT

»BEZIEHUNGSWEISE ISRAEL«

Lesung und Gespräch mit den Autoren

Moderation: Michael Strempel

Donnerstag, 28. Mai, 19:30 Uhr, Haus der Geschichte

 

Terroranschläge und ihre Vergeltung, die Blockade des Gaza-Streifens, die Siedlungspolitik, das Ringen um eine Zwei-Staaten-Lösung: Diese und ähnliche Themen bestimmen die Berichterstattung über Israel; Sebastian Engelbrecht und Ruth Kinet haben daran mitgewirkt. Doch beide waren nicht allein Korrespondenten – gemeinsam mit ihren Kindern lebten sie mitten in der Gesellschaft, was ihren Blick auf Land und Menschen veränderte. Nach ihrer Rückkehr haben beide ein Buch geschrieben: »Israel« (Kinet) und »Beste Freunde« (Engelbrecht) handeln von den deutsch-israelischen Beziehungen, beschreiben das Land aus der Innensicht und fragen, was die Menschen dort bewegt, was sie zusammenhält und wovor sie Angst haben.

 

Sebastian Engelbrecht, Jg. 1968, studierte nach einer Redakteurs-ausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München Evangelische Theologie in Heidelberg, Berlin und Jerusalem. Der Autor, Redakteur und Moderator war von 2008 bis 2012 ARD-Hörfunk-Korrespondent in Tel Aviv. Seit 2013 ist er Referent des Intendanten von Deutschlandradio.

 

Ruth Kinet, Jg.1972, studierte Geschichte, Politik und Philosophie in Augsburg und Berlin. Nach Aufenthalten in Frankreich und Italien lebte sie von 2007 bis 2012 in Tel Aviv. Als freie Autorin und Redakteurin arbeitet sie für öffentlich-rechtliche Hörfunksender.

 

In Kooperation mit dem Haus der Geschichte und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V.

 

Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

Willy-Brandt-Allee 14, Bonn, 12 € / 6 €

Leipziger Buchpreis 2014

SAŠA STANIŠIĆ

»VOR DEM FEST«

Lesung und Gespräch mit dem Autor

Moderation: Ijoma Mangold (DIE ZEIT)

Mittwoch, 20. Mai, 19:30 Uhr, Haus der Geschichte

 

Es ist die Nacht vor dem Fest im uckermärkischen Fürstenfelde. Das Dorf schläft. Bis auf den Fährmann – der ist tot. Und Frau Kranz, die nachtblinde Malerin, die ihr Dorf zum ersten Mal bei Nacht zeigen will. Ein Glöckner und sein Lehrling wollen die Glocken läuten, das Problem ist bloß: die Glocken sind weg. Eine Füchsin sucht nach Eiern für ihre Jungen, und Herr Schramm, ein ehemaliger Oberst der NVA, findet mehr Gründe gegen das Leben als gegen das Rauchen.

 

Alte Geschichten, Sagen und Märchen ziehen mit den Menschen um die Häuser. Sie fügen sich zum Roman einer langen Nacht, zu einem Mosaik des Dorflebens, in dem Alteingesessene und Zugezogene, Verstorbene und Lebende, Handwerker, Rentner und edle Räuber in Fußballtrikots aufeinandertreffen. Sie alle möchten etwas zu Ende bringen, in der Nacht vor dem Fest.

 

Saša Stanišić wurde 1978 in Visegrad/Bosnien-Herzegowina geboren, lebt seit 1992 in Deutschland und erhielt zahlreiche Preise. Sein Debütroman »Wie der Soldat das Grammofon repariert«  begeisterte Leser und Kritik gleichermaßen und wurde bisher in 30 Sprachen übersetzt. Im Kontext der im Haus der Geschichte noch bis August 2015 laufenden Ausstellung »Immer bunter. Einwanderungsland Deutschland« liest einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Schriftsteller, der als eingewanderter Nicht-Muttersprachler integraler Bestandteil der deutschen Kulturlandschaft der Gegenwart geworden ist.


In Kooperation mit dem Haus der Geschichte.

 

Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

Willy-Brandt-Allee 14, Bonn, 12 € / 6 €

THOMAS-KLING-POETIKDOZENTUR

MARION POSCHMANN

»DIE SONNENPOSITION«

Lesung und Gespräch mit der Autorin

Moderation: Thomas Fechner-Smarsly

Freitag, 8. Mai, 19:30 Uhr, Hörsaal im Akademischen Kunstmuseum

 

Odilo stirbt bei einem rätselhaften Unfall und sein Freund Altfried Janich fragt sich, wie es dahin kommen konnte. Er ist Psychiater und schon von Berufs wegen ein Spezialist für Wahn und Wirklichkeit. Aber auch er, der Lumineszenzforscher, hat seine Nachtseiten.

 

Es ist dieses Wechselspiel von Licht und Schatten im Menschen, für das sich die Schriftstellerin Marion Poschmann vor allem interessiert. Für sie bleibt das Individuum letztlich nicht zu fassen, ein Geheimnis. Dieses Nichtfassbare aber zu schildern, sei die Aufgabe der Literatur, so Marion Poschmann in ihrer Dankesrede zum Wilhelm Raabe-Preis, den sie für ihren Roman »Die Sonnenposition« erhielt.

 

Marion Poschmann, 1969 in Essen geboren, hat sich als Lyrikerin mit Bänden wie »Grund zu Schafen« oder »Geistersehen« einen Namen gemacht. Unter den zahlreichen Preisen und Stipendien, die sie erhielt, finden sich der Literaturpreis Ruhrgebiet, der Peter-Huchel-Preis und der Ernst-Meister-Preis. Zuletzt stand sie mit »Die Sonnenposition« auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Im Jahr 2015/16 hat die Autorin die Thomas-Kling-Poetikdozentur der Universität Bonn inne.

 

In Kooperation mit der Universität Bonn und der Kunststiftung NRW.

 

Akademisches Kunstmuseum, Am Hofgarten 21, Bonn

12 € / 6 €

Bachmannpreis 2014

Tex Rubinowitz

»IRMA«

Lesung und Gespräch mit dem Autor und mit Angela Leinen

Moderation: Almuth Voß

Mittwoch, 29. April, 19:30 Uhr, Bonner Kunstverein

 

Eine Freundschaftsanfrage per Facebook. Sie kommt von Irma. Die hat der Erzähler zuletzt vor 30 Jahren gesehen, als er mit ihr in Wien Tisch und Bett teilte, und beginnt sich nun zu erinnern: an eine reichlich dysfunktionale Beziehung, an seine Kindheit und Jugend, an erotische und andere Niederlagen, an Reisen bis nach China.

 

Der Autor hat zu seinem Text Bilder gesammelt, alte Plattencover, Fotos, Werbepostkarten. Das kennt man seit W.G. Sebald – Rubinowitz stellt aber diese Form der Beglaubigung gleich wieder in Frage, indem er die Bilder von dem befreundeten Künstler Max Müller nachzeichnen lässt. Ein eigensinniger, komischer und zugleich verstörender Versuch über Vergänglichkeit und über das Unterfangen, aus der eigenen Biographie Literatur zu machen.

 

Tex Rubinowitz, geb. 1961 in Hannover, lebt seit 1984 als Witze-zeichner, Maler, Musiker und Schriftsteller in Wien. Seit Jahren in Klagenfurt »bekannt wie ein scheckiger Hund« (FAZ), erhielt er 2014 den Bachmannpreis. Bei uns liest er aus »Irma« und spricht mit der Bonner Juristin, Journalistin und Autorin Angela Leinen (»Wie man den Bachmannpreis gewinnt«) über das Wettlesen am Wörthersee.

 

Gemeinsam mit Kathrin Passig ist Leinen verantwortlich für den Klagenfurter »Preis der Automatischen Literaturkritik«.

 

Bonner Kunstverein, Hochstadenring 22,  Bonn

12 € / 6 €

nominiert für den Leipziger Buchpreis 2015!

NORBERT SCHEUER

»DIE SPRACHE DER VÖGEL«

Lesung und Gespräch mit dem Autor

Moderation: Holger Schwab

Freitag, 17. April , 20 Uhr, buchLaden46


Paul Arimond kommt 2003 als Sanitäter der Bundeswehr nach Afghanistan, in ein Land, das schon sein Ururgroßvater einst, auf der Suche nach der Universalsprache der Vögel, wegen seiner reichen Tierwelt bereist hatte. Auch Paul, geplagt von Schuldgefühlen nach einem Autounfall, den er mit verursacht hat, liebt es, Vögel zu beobachten und Aufzeichnungen über sie zu machen. Sie scheinen nach einer anderen Ordnung und mit anderen Freiheiten zu leben. Inmitten einer zunehmend gefährlichen Bedrohungslage beginnt Paul immer unberechenbarer und anarchischer zu handeln. Norbert Scheuers Roman über einen fragilen Vogelliebhaber führt ins Herz der Verstrickungen, aus denen das rätselhafte Leben seiner bewegenden und einzigartigen Figuren besteht.

 

Norbert Scheuer, geboren 1951 in Prüm, lebt in Kall und hat neben Gedichten und Erzählungen bislang vier Romane geschrieben, für die er unter anderem beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb und mit dem Düsseldorfer Literaturpreis ausgezeichnet wurde. Im Jahr 2014/15 hatte Norbert Scheuer die Thomas-Kling-Poetikdozentur an der Universität Bonn inne.

 

In Kooperation mit dem buchLaden 46 und der Kunststiftung NRW.

 

buchLaden46, Kaiserstrasse 46,  Bonn

10 € / 5 €

Literaturbüro Nrw Süd Workshop-Angebote

»EIN MENSCH, DER MICH GEPRÄGT HAT oder DER SCHLIMMSTE TAG MEINES LEBENS«

Schreibseminar für Menschen mit Erinnerungen

Welcher Mensch war für Sie so wichtig, dass Ihr Leben ohne ihn ganz anders verlaufen wäre? Wie sah er aus, was brachte ihn zum Lachen? In welchen Situationen beeinflusst er Sie noch heute?


Der neue offene Workshop für Menschen, die schreibend die Vergangenheit erkunden möchten, findet am 21. Februar, am 21. März und am 18. April statt. Er wird geleitet von der Kölner Autorin Ulrike Purschke (Jg. 1961), die Drehbücher fürs Fernsehen, Kurzgeschichten und Romane schreibt. Seminarbegleitend werden kleinere Schreibaufgaben angefertigt, die zur Vermittlung und Erprobung von Techniken dienen.


Anmeldung bitte bis zum 13. Februar 2015

unter 0228 – 555 2 777 0 oder post@literaturhaus-bonn.de mit einem ersten, ca. dreiseitigen Text, in dem Sie eine Erinnerung beschreiben.


Teilnahmegebühr 120 €; ermäßigt 100 €

Drehbuchschreiben

Tour d´Horizon mit Mario Giordano

Kaum ein Universum weckt so hochgespannte Erwartungen wie die Welt von Film und Fernsehen; kaum ein Genre scheint so attraktiv wie das Drehbuchschreiben. Mario Giordano führt Sie einen Nachmittag lang ein in Handwerk und Techniken, informiert über den Betrieb und gibt Ihnen Tipps zu Ausbildungsmöglichkeiten.

 

Mario Giordano, geboren 1963 in München, lebt in Köln und schreibt seit 1992 Romane, Kinderbücher und Drehbücher für Film und TV, darunter zahlreiche »Tatort«-Bücher. Für sein Drehbuch zu »Das Experiment« (2001) erhielt er den Bayerischen Filmpreis, für »Schimanski – Das Geheimnis des Golem« (2004) wurde er für den International Emmy nominiert. An der Filmhochschule in Ludwigsburg unterrichtet er regelmäßig als Gastdozent.

 

Sonntag, 19. April 2015, 14 - 17 Uhr

 

Teilnahmegebühr 60 €/40 €. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Anmeldung unter post@literaturhaus-bonn.de oder 0228-555 2 777 0.

 

KRIMI-Ambulanz

mit Judith Merchant

Man nehme: mindestens eine Leiche, eine Handvoll Verdächtige, eine Prise Spannung und dazu die richtige Mordwaffe ... Wer gerade an einem Krimi schreibt, weiß, wie schwierig es manchmal ist, mit den richtigen Zutaten zu jonglieren. In Judith Merchants »Krimi-Ambulanz« finden sich Lösungen, die individuell auf die Probleme der Teilnehmer zugeschnitten sind.

 

Judith Merchant wurde in Bonn geboren und studierte dort Germanistik. In einer Schreibkrise ihrer Doktorarbeit entstanden erste Kurzgeschichten. Gleich die erste erhielt 2009 den begehrten Friedrich-Glauser-Preis. 2011 erhielt Merchant den Preis erneut für die Literatur-Satire »Annette schreibt eine Ballade«.  Sie unterrichtet an der Universität Bonn Creative Writing und schreibt aktuell an ihrem vierten Kriminalroman, der im September im Knaur-Verlag erscheint.

 

Samstag, 13. Juni, 14 bis 18 Uhr

Teilnahmegebühr 60 €/40 €

Anmeldung bitte unter post@literaturhaus-bonn.de

Gut Vorlesen

Gut vorlesen ist ein wenig wie zaubern können: eine Kunst, die keineswegs als Geschenk vom Himmel fällt – eine Gabe, die man entwickeln kann. In unserem erfolgreichen Workshop vermittelt Ihnen die Schauspielerin Tatjana Pasztor die Grundlagen des lebendigen Vortragens; üben und lernen auch Sie, gut und fesselnd vorzulesen.

 

Tatjana Pasztor wurde an der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart ausgebildet. Seit über dreißig Jahren steht sie deutschlandweit auf Bühnen und war zuletzt zehn Jahre lang Ensemblemitglied am Theater Bonn.

 

Samstag, 20. Juni, 14 bis 18 Uhr

Teilnahmegebühr 50 €/35 €, Anmeldung bitte bis zum 5. Juni

Grusswort

Roger Willemsen

Schirmherr 2010-2016

In Kooperation mit

»Wie gut, dass die Literatur in Bonn endlich ein Dach bekommt: Große Autorinnen und Autoren, Romane und Dichtung, Vergangenheit und Gegenwart, Zeitkritik und Polemik, kunstvoll Ziseliertes und spontan Improvisiertes, lauter innere Ereignisse. Die Ressourcen der Literatur sind unerschöpflich, und sie bieten der Leserschaft unendliche Möglichkeiten der Selbstverwandlung an. Freuen Sie sich also, es ist angerichtet. Nun müssen nur noch die Gäste kommen: Sie.«



Gefördert vom Kulturamt der Bundesstadt Bonn und vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Stadt Bonn