Januar bis märz 2018

Die Franzosen Kommen


tanguy viel

»SELBSTJUSTIZ«

Lesung und Gespräch mit dem Autor
Lesung der deutschen Texte: Sabine Osthoff
Moderation und Übersetzung: Patricia Klobusiczky
Donnerstag, 22. März 2018, 19:30 Uhr
Bücherstube in Sankt Augustin

 

»ein Sozial-Thriller, inszeniert als Kammerspiel im Gerichtssaal «

Tagesspiegel

 

Martial Kermeur ist des Mordes angeklagt. Auge in Auge mit dem Richter, erzählt er die Geschichte seines Lebens in einer kleinen bretonischen Stadt am Meer. Von seiner gescheiterten Ehe, vom Sohn, den er allein aufgezogen hat, und wie er bis auf seine Würde und Aufrichtigkeit alles verlor. »Selbstjustiz« (Deutsch von Hinrich Schmidt-Henkel) ist das Bekenntnis eines Mannes, der ehrenwert leben will und zum Mörder wird – gleichzeitig Sozialkrimi und Sprachkunstwerk.


Tanguy Viel, geb. 1973 in Brest, lebt und schreibt heute in der Nähe von Orléans. Für seine bisher sieben hochgelobten Romane wurde er mit dem Prix Fénéon und dem Prix de la Vocation ausgezeichnet. Auf Deutsch erschien zuletzt »Das Verschwinden des Jim Sullivan. Ein amerikanischer Roman«.

 

Bücherstube in Sankt Augustin, Alte Heerstr. 60, Sankt Augustin


Karten im VVK über Bonnticket 12 € / 6 €, Abendkasse 14 € / 8 €

 

 

In Kooperation mit und gefördert von


Madame nielsen

»DER ENDLOSE SOMMER«

Lesung und Gespräch mit der Autorin

Lesung der deutschen Texte: Sabine Osthoff

Moderation: Bettina Böttinger

Montag, 19. März, 19:30 Uhr

Saal im Haus der Bildung

»Manchmal ist es so, dass man ein Buch am Schluss zuklappt und sich dann wünscht, die Autorin wäre eine gute Freundin und man könne sie anrufen, wann immer man sich traurig fühlt. Das passiert einem ja nicht allzu oft. Bei Karen Blixen und Marguerite Duras und Virginia Woolf ist es so. Und bei Madame Nielsen

Christian Kracht

 

Ein junges Mädchen in einem weißen Herrenhaus, ihr Freund, der scheue und zarte Junge, der Stiefvater mit dem Gewehr und dem Misstrauen gegenüber seiner Frau, die beiden jüngeren Brüder – diese kleine Gemeinschaft wird durchgerüttelt, als zwei junge Portugiesen in den endlosen Sommer eintreten. Der eine ist Künstler und verliebt sich in die Mutter des Mädchens. Eine Liebesgeschichte (Deutsch von Hannes Langendörfer) nimmt ihren Anfang, die so leidenschaftlich und gewaltig ist, dass alle, die in ihren Bannkreis geraten, in einer Schicksalsgemeinschaft vereint sind, die auch noch besteht, als der endlose Sommer endet.

 

Madame Nielsen, Jg. 1963, ist Autorin, Sängerin, Performerin. Ihre Romane wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, für den Nordic-Council-Preis war sie mehrfach nominiert.

 

Haus der Bildung, Mülheimer Platz 1, Bonn

Karten im VVK über Bonnticket 12 € / 6 €, Abendkasse 14 € / 8 €

 

In Kooperation mit

Ulla Hahn

»WIR WERDEN ERWARTET«

Donnerstag, 15. März, 19:30 Uhr

LVR LandesMuseum

 

Hilla Palm steht die Welt endlich offen. In der Literatur hat das Mädchen aus einfachsten Verhältnissen eine schwer erkämpfte neue Heimat gefunden. Zusammen mit Hugo, dem Mann, der Hilla mit all ihren bitteren Erfahrungen annimmt, erlebt sie die 68er Jahre, in denen alles möglich scheint. Doch das Schicksal durchkreuzt ihre Pläne, und verzweifelt sucht Hilla Halt bei Menschen, die für eine friedvollere, gerechtere Welt kämpfen. Beherzt folgt sie ihren neuen, marxistischen Überzeugungen und muss schmerzhaft erkennen, dass Freiheit ohne die Freiheit des Wortes nicht möglich ist.
»Wir werden erwartet« erzählt die Geschichte einer suchenden jungen Frau in den turbulenten Jahren zwischen 1968 und dem Deutschen Herbst. Ein Buch über den Mut, die Gesellschaft und das eigene Leben zu verändern – ein Buch über die Kraft der Versöhnung.

 

Ulla Hahn, aufgewachsen im Rheinland, wurde für ihre Lyrik und Prosa vielfach ausgezeichnet. Schon ihr erster Lyrikband, »Herz über Kopf« (1981), war ein großer Leser- und Kritikererfolg. Für den Roman »Das verborgene Wort« (2001) erhielt sie den ersten Deutschen Buchpreis. Auch die weiteren Teile ihres autobiogra-phischen Romanzyklus (»Aufbruch«, 2009, »Spiel der Zeit«, 2014) waren Bestseller.

 

LVR-LandesMuseum, Colmantstr. 14-16, Bonn


 

In Kooperation mit



alek popov

»EIN PLATZ AN DER SONNE«

Lesung der deutschen Texte: Dennis Laubenthal

Moderation und Übersetzung: Alexander Sitzmann

Freitag, 23. Februar, 19:30 Uhr

Saal im Haus der Bildung

»Die Tür nach Europa beginnt sich langsam, aber unerbittlich zu schließen. Bis zum nächsten Sonnenuntergang.« – mit diesen Worten schließt der bulgarische Schriftsteller Alek Popov seinen 2016 erschienenen Beitrag für das Europa-Heft der renommierten Zeitschrift Akzente. Ihn als ehemaligen Kulturattaché der bulgarischen Botschaft in Großbritannien treibt das Thema unserer europäischen Lese- und Gesprächsreihe fortgesetzt um. In zahlreichen Texten hat er sich kenntnisreich und humorvoll auseinandergesetzt: mit dem Eisernen Vorhang und dem Kalten Krieg bis hin zu den Erwartungen, die man in Bulgarien heute an die EU heranträgt.

 

Alek Popov, geb. 1966 in Sofia, studierte bulgarische Philologie und ist Autor von Erzählungen, Drehbüchern und Hörspielen. Popovs Werk wurde in elf Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet. Sein zweiter Roman »Die Hunde fliegen tief« stand wochenlang an der Spitze der bulgarischen Bestsellerlisten und erhielt 2007 den renommierten Elias-Canetti-Preis. Alek Popov lebt in Sofia. Auf Deutsch erschien zuletzt »Schneeweißchen und Partisanenrot« (2014).

 

Haus der Bildung, Mülheimer Platz 1, Bonn

Eintritt frei

 

In Kooperation mit


von hier aus

monika Littau und Marco grosse

Moderation: Sabine Schiffner

Mittwoch, 21. Februar, 19:30 Uhr

Bücher Bartz

Monika Littau und Marco Grosse leben in Bonn. Von hier aus beschreiben und bereisen sie die Welt; in unserer regionalen Lesereihe präsentieren sie ihr vielseitiges Werk.

 

Monika Littau, geb. 1955 in Dorsten, veröffentlicht Lyrik und

Prosa und engagiert sich auch als Literaturvermittlerin. Studienaufenthalte in Sri Lanka und Südafrika. Littau war Stipendiatin der Film- und Medienstiftung NRW sowie der Kunststiftung NRW. Zuletzt war sie Poetikdozentin an der Ocean University of China in Qingdao und wurde mit dem Preis für politische Lyrik (2. Platz) ausgezeichnet.

 

Marco Grosse, geb. 1974 in Buenos Aires, wuchs in einer deutsch-italienischen Familie auf und lebte aufgrund der diplomatischen Tätigkeit seines Vaters seit seiner Kindheit in verschiedenen Ländern. Er schreibt Lyrik und Prosa auf Deutsch und Italienisch. Nach Argentinien, Kanada und Italien verbrachte er sieben Jahre in Kairo, danach abwechselnd in Deutschland und Italien. Längere Aufenthalte in Rumänien. Er arbeitet auch als Literaturübersetzer und beteiligte sich2017 mit den namhaften Kolleg _innen Nora Gomringer, Klaus Merz, Annette Hagemann und Ulrich Koch an der Konstruktion des Kettengedichts »Flüsterndes Licht«. Im Dezember 2017 war er Writer in Residence im Literaturhaus Niederösterreich in Krems.

 

Bücher Bartz, Gottfried-Claren-Str. 3, Bonn-Beuel

Eintritt frei

 

In Kooperation mit


 

NRW


Lesung mit den Preisträgern Bastian schneider und rené kartes

Moderation: Monika Littau

Montag, 29. Januar, 14 Uhr

Elisabeth-Selbert-Gesamtschule

postpoetry.NRW ist ein landesweiter Wettbewerb, der einmal jährlich fünf Lyriker_innen und fünf Nachwuchslyriker_innen auszeichnet. Poesie gewinnt Öffentlichkeit, verbreitet sich im Land, u. a. durch die kostenlosen Postkarten mit Preisträgertexten. Die Ausgezeichneten bilden Tandems – jeweils Nachwuchs plus Erfahrung –, arbeiten zusammen und gehen paarweise auf Landetournee. In Kooperation mit dem Literaturhaus Bonn tritt

seit 2013 alljährlich ein Tandem an einer Bonner Schule auf.

 

Bastian Schneider, geb. 1981 in Siegen, studierte in Marburg, Paris und Wien Psychologie sowie deutsche und französische Literatur. Er veröffentlichte »Vom Winterschlaf der Zugvögel« (2016), »Irgendwo, jemand« (2017) sowie »Istanbul, Harika« (2017) und lebt in Köln und Wien. Für seine literarische Arbeit erhielt er 2017 den Förderpreis des Landes NRW, das Galata-Stipendium der Stadt Köln (2017) und das Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium (2016).

2016 war er für den Ingeborg-Bachmann-Preis nominiert.

 

Nachwuchsautor René Kartes wurde 1996 in St. Wendel geboren. Er studiert derzeit an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Bereits 2013 und 2016 war er Preisträger im Bundeswettbewerb lyrix und 2016 ebenfalls beim Treffen junger Autoren (Berlin).

 

Elisabeth-Selbert-Gesamtschule, SLZ (F 006)

Hindenburgallee 50, Bonn

Eintritt frei

 

In Kooperation mit



Mit Stefan Ferdinand Etgeton

und Dorian Steinhoff

Mittwoch, 24. Januar, 19:30 Uhr, Café Sahneweiß

IMPORT/EXPORT ist unser Veranstaltungsformat für junge deutschsprachige Literatur: Kurzgetaktet und smart, mit Verve und Witz. Eine Literaturveranstaltung, die Lesung und Late-Night-Show kurzschließt. Die Abende sind jedes Mal ein fröhlicher Punsch aus Textjingles, alternativen Romananfängen, wilden Plotideen und anderen Überraschungen, von denen vorher wirklich niemand wusste. Alles in bunt, aber nicht zu grell. Außerdem wird bestimmt auch vorgelesen.

 

Im Januar geht es bereits in die zehnte Runde. Zu Gast ist diesmal Stefan Ferdinand Etgeton mit seinem zweiten Roman »Das Glück meines Bruders«. Der Text erzählt von einer so komplizierten wie komischen Geschwisterbeziehung, angesiedelt in Belgien und Holland, Südhessen und Bochum. Botho und Arno van Dijk machen einen letzten Abstecher ins belgische Doel, wo ihre Großeltern lebten und sie viele Feriensommer und Weihnachtsfeste ihrer Kindheit und Jugend verbrachten. Sie möchten das vor dem Abriss stehende Haus noch einmal erleben und Botho hofft außerdem, seine Jugendliebe Lenie wiederzusehen. Ein entzückender Roman, geschrieben in einemvorwärtsstrebenden Rhythmus der Sätze, der das Vorlesen geradezu herausfordert.

 

Café Sahneweiß, Kaiserstr. 1d, Bonn

Eintritt 6 € im VVK über Bonnticket oder an der Abendkasse

 

In Kooperation von Kulturzentrum zakk (Düsseldorf) und Literaturhaus Bonn kommt Import/Export alle zwei Monate in Düsseldorf und Bonn auf die Bühne. Ein Konzept von Dorian Steinhoff (Köln) www.doriansteinhoff.de; gefördert von

 


THOMAS KLING-POETIKDOZENTUR

»DIESE WUNDERBARE BITTERKEIT« TEEZEREMONIE UND LESUNG

mit christoph peters

Moderation: Thomas Fechner-Smarsly

Mittwoch, 17. Januar, 19:30 Uhr

Saal im Haus der Bildung

Tee ist der neue Wein, wissen Zeit- und SZ-Magazin. Tee ist eine Lebensweise, ein wunderbar kompliziertes Handwerk, ein kulturelles Phänomen, vermittelt Christoph Peters. Vom kompliziertesten – und zugleich faszinierend einfachen – Getränk der Welt kann kaum jemand so klug und fesselnd erzählen wie der Schriftsteller und aktuelle Bonner Thomas Kling-Poetikdozent. Mit seinem liebevollgestalteten Band »Diese wunderbare Bitterkeit. Leben mit Tee« hat er dem inspirierenden, vielseitigen Getränk sein ganz persönliches Denkmal gesetzt und zugleich dessen umfassende Kulturgeschichte geschrieben.

 

Die Lesung aus dem »eleganten, weltoffenen und witzigen Essay über seine Leidenschaft« (Deutschlandfunk) krönt Peters bei uns mit einem in Kimono und auf Tatami-Matten zelebrierten Tee-Ritual.

 

1966 in Kalkar geboren, wuchs Christoph Peters am Niederrhein auf, studierte Freie Malerei in Karlsruhe und lebt heute in Berlin. In zahlreichen Romanen und Erzählungsbänden taucht er ein in unterschiedlichste Welten jenseits des Abendlandes und umkreist die Schnittstellen zwischen Orient und Okzident. Für seine Bücher wurde er mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem aspekte-Literaturpreis und dem Hölderlin-Preis 2016. Im Herbst 2017 erschien »Selfie mit Sheik«.

 

Haus der Bildung, Mülheimer Platz 1, Bonn

Karten im VVK über Bonnticket 12 € / 6 €, Abendkasse 14 € / 8 €

 

 

In Kooperation mit


Grusswort

Roger Willemsen

Schirmherr 2010-2016

In Kooperation mit

»Wie gut, dass die Literatur in Bonn endlich ein Dach bekommt: Große Autorinnen und Autoren, Romane und Dichtung, Vergangenheit und Gegenwart, Zeitkritik und Polemik, kunstvoll Ziseliertes und spontan Improvisiertes, lauter innere Ereignisse. Die Ressourcen der Literatur sind unerschöpflich, und sie bieten der Leserschaft unendliche Möglichkeiten der Selbstverwandlung an. Freuen Sie sich also, es ist angerichtet. Nun müssen nur noch die Gäste kommen: Sie.«



Gefördert vom Kulturamt der Bundesstadt Bonn und vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Stadt Bonn