September bis Dezember 2018


Marlene Streeruwitz

Donnerstag, 13. Dezember, 19:30 Uhr

Saal im Haus der Bildung

Moderation: Dorian Steinhoff

Initiiert von der Vertretung der Europäischen Kommission in Bonn, lenkt unsere Reihe LITERATOUR D´EUROPE den Blick auf die Aktualität der Literatur Europas. Seit 2016 stellen wir zweimal jährlich Autorinnen und Autoren aus dem Land der jeweiligen Ratspräsidentschaft mit neuen Texten vor und kommen ins Gespräch über: Europa.

 

Die Schriftstellerin und Regisseurin Marlene Streeruwitz, Jg. 1950, lebt in Wien, London und New York. Für ihre seit 1986 veröffentlichte Prosa und ihre Theatertexte wurde sie vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Bremer Literaturpreis und dem Franz-Nabl-Preis. Ihr Roman »Die Schmerzmacherin.« stand 2011 auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Zuletzt erschienen der Roman »Yseut.« und die Vorlesungen »Das Wundersame in der Unwirtlichkeit.«. Streeruwitz´ politisch engagierte, dezidiert feministische Essays, Reden und Beiträge im Netz sind regelmäßig relevant im öffentlichen Diskurs.

 

Mit dem Autor und Moderator Dorian Steinhoff, der einen deutschen und einen österreichischen Pass besitzt, spricht sie über 100 Jahre Frauenwahlrecht und erklärt uns Österreich.

Saal im Haus der Bildung, Mülheimer Platz 1, Bonn
Eintritt frei

In Kooperation mit


Hans Pleschinski

»wiesenstein«

Mittwoch, 12. Dezember, 19 Uhr

Haus Schlesien

Der alte Mann, eine Berühmtheit, Nobelpreisträger, verlässt mit seiner Frau das Sanatorium und wird mit militärischem Begleitschutz zum Zug gebracht. Es ist März 1945, das Sanatorium liegt im zerstörten Dresden, und der Zug fährt nach Osten. Gerhart und Margarete Hauptmann nämlich wollen nirgendwo anders hin als nach Schlesien, in ihre Villa „Wiesenstein“, ein prächtiges Anwesen im Riesengebirge. Dort wollen sie weiterleben, in einer hinreißend schönen Landschaft, mit eigenem Masseur und Zofe, Butler und Gärtner, Köchin und Sekretärin, ein immer noch luxuriöses Leben für den Geist führen inmitten der Barbarei. Aber war es die richtige Entscheidung? Überhaupt im Dritten Reich zu bleiben? Und was war der Preis dafür? Können sie und ihre Entourage unbehelligt leben, jetzt, da der Krieg allmählich verloren ist, russische Truppen und polnische Milizen kommen? Und das alte Schlesien untergeht?

 

Pleschinski erzählt in Wiesenstein erschütternd und farbig, episodenreich und spannend vom großen, genialen Gerhart Hauptmann, von Liebe und Hoffnung, Verzweiflung und Angst. Er erzählt vom Ende des Krieges, dem Verlust von Heimat und von der großen Flucht. Die Geschichte eines irrend-liebenden Genies und einer untergehenden und sich doch dagegen stemmenden Welt, ein überwältigender Roman.

 

Hans Pleschinski, geboren 1956, lebt als freier Autor in München.
Zur Lesung erklingen musikalische „Miniaturen“ auf Hauptmanns Zitronenholzflügel, vorgetragen von der Bonner Pianistin Michelle Woo. 

 

In Kooperation mit: Haus Schlesien

Haus Schlesien, Dollendorfer Str. 412, 53639 Königswinter

Eintritt inkl. 1 Glas Wein 10 €, ermäßigter Eintritt 6 €

Karten über T 02244-8860, kultur@hausschlesien.de oder an der Abendkasse

von hier aus

Hanna Jansen

»UND WENN NUR EINER DICH ERKENNT«

Dienstag, 4. Dezember, 19:30 Uhr

Saal im Haus der Bildung

Mit dem Buchgestalter Niklas Schütte

 

Als Elfriede Wolf 1912 in Siegburg zur Welt kommt, ahnt niemand, was ihren Lebensweg bestimmen wird: Das Kind ist zwergwüchsig und Hermaphrodit. Obwohl der erste Weltkrieg und seine Folgen Friedchens Kindheit überschatten, wächst sie, liebevoll beschützt durch die Eltern, unbekümmert auf. Erst als Heranwachsende wird sie mit dem ganzen Ausmaß ihrer Andersartigkeit konfrontiert. Sie muss Spott, Enttäuschung und Verrat verkraften. Doch sie ist eine Kämpferin.


Hanna Jansen, Jg. 1946, war im Schuldienst tätig, leitete Schreibwerkstätten und lebt als erfolgreiche Kinder- und Jugendbuchautorin in der Vulkaneifel.

 

Haus der Bildung, Mülheimer Platz 1, Bonn
Eintritt frei

In Kooperation mit




Thomas kling-Poetikdozentur

Anja utler

»DER LUFTSTROM ZWISCHEN STIMMRITZE UND GAUMENSEGEL«

Montag, 3. Dezember, 19:30 Uhr

Buchhandlung Böttger

Moderation: Thomas Fechner-Smarsly

 

Auf Anja Utler trifft zu, was die große dänische Lyrikerin Inger Christensen einmal über die Grundlage ihres Schreibens äußerte: »Eine unabweisbare Gewissheit, dass die Sprache eine direkte Verlängerung der Natur ist. Dass ich dasselbe ‚Recht‘ hatte zu sprechen, wie der Baum Blätter zu treiben.« Nicht umsonst setzen viele Gedichte Anja Utlers bei der körperlichen Dimension der Sprache, beim Sprechen an: Es schaffe Gegenwart, Anwesenheit. Zugleich erkundet sie in ihren Texten die elementaren Beziehungen zwischen dem Ich und der Welt – mal spröde-fragil, mal spielerisch-fließend.


Anja Utler, 1973 in Schwandorf in der Oberpfalz geboren, hat neben Anglistik und Slawistik auch Sprecherziehung studiert. Für ihr Werk hat sie etliche Preise gewonnen, darunter den Leonce-und-Lena-Preis, den Karl-Sczuka-Preis für Hörspiel- und Radiokunst sowie den Basler Lyrikpreis. Darüber hinaus hat Anja Utler Dichterinnen wie Anne Carson übersetzt. Im Gespräch mit Thomas Fechner-Smarsly stellt Anja Utler, die im Wintersemester 2018/19 die Thomas Kling Poetikdozentur an der Universität Bonn innehat, ihre Arbeit vor: ein Werk, in das das Performative ebenso natürlich einfließt wie der Rückbezug auf die griechische Mythologie.

 

Buchhandlung Böttger, Thomas-Mann-Str. 41, Bonn
Karten im VVK über Bonnticket 12 € / 6 €, Abendkasse 14 € / 8 €

In Kooperation mit


im rahmen der Ausstellung zu Jiři Gruša

»GRUŠAS WACHT AM RHEIN ODER DAS WANDERGHETTO«

Lesung der deutschen Texte: Dennis Laubenthal
Donnerstag, 29. November, 19:30 Uhr
Literarischer Salon im Haus der Bildung

 

Der Autor, Dissident, Diplomat, Bonner und Europäer Jiři Gruša vorgestellt von Eduard Schreiber.

 

Literarischer Salon im Haus der Bildung, Mülheimer Platz 1, Bonn
Karten im VVK über Bonnticket 12 € / 6 €, Abendkasse 14 € / 8 €

In Kooperation mit


Katharina adler

»IDA «

Sie ist eine der bekanntesten Patientinnen des 20. Jahrhunderts: Dora, das jüdische Mädchen mit der ‚petite hystérie‘ und einer äußerst verschlungenen Familiengeschichte. Dora, die kaum achtzehn war, als sie es wagte, ihre Kur bei Sigmund Freud vorzeitig zu beenden, und ihn, wie er es auffasste, »um die Befriedigung [brachte], sie weit gründlicher von ihrem Leiden zu befreien.«


Für Katharina Adler war die widerständige Patientin lange nicht mehr als eine Familien-Anekdote: ihre mal zum Opfer, mal zur Heldin stilisierte Urgroßmutter nämlich, von der dieser mitreißende Debütroman handelt. Er erzählt die Geschichte einer Frau zwischen Welt- und Nervenkriegen, Exil und Erinnerung. Eine Geschichte, in die sich ein halbes Jahrhundert mit seinen Verwerfungen eingeschrieben hat. Sie spricht für die Wahrheit der Empfindung und die Vielfalt ihrer Versionen. »Ida« ist der Roman eines weitreichenden Lebens, das – mit Freuds Praxistür im Rücken – erst seinen Anfang nahm.


Katharina Adler, geboren 1980, studierte u. a. am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig und schreibt Essays, Dramatik und Prosa. 2015 wurde sie für den Döblinpreis nominiert; für das Manuskript ihres ersten Romans »Ida« erhielt sie das Literaturstipendium des Freistaats Bayern.

In Kooperation mit


BAL LITTERAIRE

Mit Stefanie de Velasco, Denis Pfabe, Bastian Schneider, Til Strasser, Olivia Wenzel und DJ Party McFly

Freitag, 23. November, 21 Uhr (Einlass ab 20 Uhr),
im Anschluss Party

MS Beethoven

Fünf Autoren dichten eine Playlist und schreiben die dazu passende
Geschichte – am Abend performen sie die Texte zu Popmusik und
bringen das Publikum zum Tanzen. Der Bal littéraire, eine Literaturparty für junge Leute, wurde in Frankreich erfunden und hat sich dort in Rekordzeit an Theatern und auf Festivals verbreitet. Auch international ist er erfolgreich: Auf London, Rom, Madrid folgte 2010 der erste deutsche Bal am Theater Bonn. 2014 übernahmen Literaturhaus und Universität und präsentieren jetzt zum fünften Mal Literatur als cooles Live-Erlebnis. www.facebook.de/bal.litteraire

 

MS Beethoven, Brassertufer Anleger Nr. 5
VVK über Bonnticket 5 €, AK 7 €

In Kooperation mit


mit Karosh Taha und Dorian Steinhoff

Sidekick: Dennis Laubenthal

Montag, 5. November, 20 Uhr

Fabrik 45

In die Fabrik 45 kommt Karosh Taha mit »Beschreibung einer Krabbenwanderung«. Die 22-jährige Sanaa studiert, hat Freund und Liebhaber, und sie hat Träume. Aber da ist auch ihre Familie: eine depressive Mutter, ein entfremdeter Vater, eine wütende Schwester und eine Tante, die alles in Zigarettenrauch hüllt. Tahas Debütroman ist eine erzählerische Meditation über die Frage, wie man seinen eigenen Weg findet. Rauschhaft und kraftvoll, unbeschwert und komisch.

In Kooperation von Kulturzentrum zakk (Düsseldorf) und Literaturhaus Bonn kommt die Literaturshow alle zwei Monate an aufeinanderfolgenden Tagen in Düsseldorf und Bonn auf die Bühne. Ein Konzept von Dorian Steinhoff (Köln) www.doriansteinhoff.de; gefördert von

 

Fabrik 45, Hochstadenring 45, Bonn

Eintritt 6 €, VVK über Bonnticket oder an der Abendkasse


burghart klaußner

»VOR DEM ANFANG«

Sonntag, 4. November, 18 Uhr

Schauspielhaus

 

April 1945. Es sind die letzten Stunden, bevor die Hölle losbricht in
Berlin. Die letzten Tage, bevor alles vorbei ist. Der Krieg, die Befehle und die Angst. Aber vorher müssen Fritz und Schultz mitten hinein ins Zentrum der Gefahr: Zwei Männer, die den Krieg überlebt haben, indem sie den Kopf unten hielten. Und die es auf den letzten Metern doch noch kalt erwischt: Sie erhalten den Auftrag, die Geldkasse ihrer Einheit ins Reichsluftfahrtministerium zu bringen – einmal quer durch die zerschossene Stadt. Und das einzige Beförderungsmittel, das sie haben, sind ihre klapprigen Fahrräder. Fritz aber will sich durchschlagen bis zum Wannsee und sich auf seinem Segelschiff verstecken, bis der Sturm vorüber ist. Klaußner erzählt vom Ende einer Welt und der Hoffnung auf einen neuen Anfang. Voller Düsterkeit, mit Wärme und feinem Humor.

 

Burghart Klaußner, geboren in Berlin, zählt zu den bedeutenden
deutschsprachigen Bühnen- und Filmschauspielern. Für seine Rollen in »Das weiße Band« und in »Die fetten Jahre sind vorbei« wurde er jeweils mit dem Deutschen Filmpreis sowie dem Preis der deutschen Filmkritik als bester Darsteller ausgezeichnet. Burghart Klaußner ist Mitglied der Freien Akademie der Künste in Hamburg und der deutschen Filmakademie.

 

Schauspielhaus, Am Michaelshof 9, Bonn Bad Godesberg

Karten im VVK über Bonnticket und die Theaterkassen sowie an der Abendkasse 18 € / 12 €

In Kooperation mit

das gastland der frankfurter buchmesse in Bonn

Georgien. made by characters

DIE TRADITIONELLE LITERATURHAUS-VERANSTALTUNG AM VORABEND DER FRANKFURTER BUCHMESSE

 

Lesungen und Gespräche mit Lasha Bugadze, Nana Ekvtimishvili und Anna Kordsaia-Samadaschwili

Lesung der deutschen Texte: Tatjana Pasztor
Moderation und Übersetzung: Lasha Bakradze

 

Montag, 8. Oktober, 19 Uhr
Bundeskunsthalle

LASHA BUGADZE »DER ERSTE RUSSE«

Deutsch von Rachel Gratzfeld und Sybilla Heinze

Es ist die Zeit nach dem verheerenden Bürgerkrieg der frühen 1990er Jahre. Die junge Generation hat genug von Korruption, Mangelwirtschaft und alten Seilschaften. So auch der Protagonist, der soeben eine satirische Erzählung veröffentlicht hat: über die legendäre Königin Tamar und ihre unglückliche Heirat mit dem »ersten Russen« in Georgien. Doch der Autor wird gründlich missverstanden, sieht seine Familie bedroht und soll öffentlich widerrufen.


Offenherzig verarbeitet Bugadze ein eigenes traumatisches Erlebnis
als Schriftsteller und präsentiert gleichzeitig Zeitgeschichte vom
letzten Aufbäumen der Sowjetmacht bis hin zum Augustkrieg 2008.


Lasha Bugadze, Jg. 1977, zählt zu den wichtigsten Autoren Georgiens. Seine Romane und Theaterstücke wurden in viele Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet. Auf Deutsch erschienen u. a. seine Romane »Der Literaturexpress« (2015) und »LUCRECIA515« (2017), beide in der Übersetzung von Nino Haratischwili.

NANA EKVTIMISHVILI »DAS BIRNENFELD«

Deutsch von Ekaterine Teti und Julia Dengg

Im Internat für geistig behinderte Kinder in Tbilissi, einem Relikt aus Sowjetzeiten, hat die zornige Lela die Rolle der Beschützerin übernommen. Dabei sind die wenigsten Insassen behindert; abgehängt sind sie alle. Zum Beispiel Irakli, der einmal in der Woche mit seiner Mutter in Griechenland telefonieren darf. Irakli will nicht wahrhaben, was Lela längst weiß: Seine Mutter wird ihn niemals zu sich holen. Lela zwingt ihn, Englisch zu lernen, unterstützt seine Hoffnung, nach Amerika zu gehen. Ein Traum, der eines Tages, als ein Ehepaar aus den Südstaaten anreist, wahr zu werden droht ...


Nana Ekvtimishvili, 1978 in Tbilissi geboren, studierte an der Filmhochschule Babelsberg und drehte preisgekrönte Filme. »Das Birnenfeld« ist ihr erster Roman.

ANNA KORDSAIA-SAMADASCHWILI

»WER HAT DIE TSCHAIKA GETÖTET?«

Deutsch von Sybilla Heinze

Nie war die Whodunit-Frage so uninteressant: Gekonnt lässt die
Autorin ihren Text als Kriminalroman beginnen, verlässt diese Spur
aber bald zugunsten eines faszinierenden Porträts der georgischen
Hauptstadt und ihrer Bewohner. Ein raffiniert erzählter Text mit dezidiert kämpferischer weiblicher Perspektive.

 

Anna Kordsaia-Samadaschwili, Jg. 1968, lebt und arbeitet als Autorin, Übersetzerin und Kulturjournalistin meist in Tbilissi. Sie wurde für ihre Erzählungen und Romane mit verschiedenen georgischen Literaturpreisen, für die Übersetzung von Elfriede Jelineks »Liebhaberinnen« aus dem Deutschen ins Georgische vom Goethe-Institut Tbilissi ausgezeichnet.

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Friedrich-Ebert-Allee 4, Bonn

 

Karten im VVK über Bonnticket und an der Abendkasse 16 € / 12,80 € (für Mitglieder des LHB und Art Card-Inhaber) / 8 €

In Kooperation mit



Buchpremiere

Denis pfabe

»DER TAG ENDET MIT DEM LICHT«

Moderation: Wilhelm Trapp

Freitag, 28. September, 19:30 Uhr

Saal im Haus der Bildung

 

»Denis Pfabes Debüt ist eine ästhetische Großtat. Selten liest man Werke, die bis ins letzte Detail derartig fein ziseliert und stimmig elaboriert sind. (...) eine raffinierte Verführung zum Staunen.«

Spiegel Online

 

Vor der letzten Jahrtausendwende macht die junge Textilkünstlerin
Frida Beier eine aufwühlende Reise durch den Mittleren Westen der
USA. Sie assistiert dem berühmten Adrian Ballon, der für ein Ausstellungsprojekt ganze Häuser zersägen lässt. Als einzige Frau vermittelt Frida zwischen einem Haufen grober Arbeiter, einem unsichtbaren Düsseldorfer Galeristen und dem schweigsamen Künstlerstar – der sich schließlich in seinem mitternachtsblauen Ferrari erschießt: in den Händen ein Foto von sich und Frida. Nun erhält Frida sein Tagebuch. Und wagt endlich, Ballons Werk und Botschaft zu entschlüsseln. Frida ahnt, dass sie nicht zufällig seine Assistentin wurde – sie war Teil seines letzten, radikalen Werks.


Denis Pfabe erzählt von künstlerischer Arbeit, von Familie und
Schuld. Ein aufregender, hoch konsequenter Debütroman.


Denis Pfabe, Jg. 1986, ist gelernter Kaufmann im Einzelhandel und
studierte Medienkommunikation in Köln. Er absolvierte die Bayerische Akademie des Schreibens, war Stipendiat am Literarischen Colloquium Berlin und lebt in Bonn.

 

Haus der Bildung, Mülheimer Platz 1, Bonn
Karten im VVK über Bonnticket 12 € / 6 €, Abendkasse 14 € / 8 €

In Kooperation mit Rowohlt Berlin Verlag und


Mit lucy Fricke und dorian steinhoff

»TÖCHTER«

Sidekick: Dennis Laubenthal

Donnerstag, 27. September, 19:30 Uhr

Café Sahneweiß

 

IMPORT/EXPORT ist ein Veranstaltungsformat, das junge deutschsprachige Literatur live präsentiert. Kurzgetaktet und smart, mit Verve und Witz: Eine Literaturveranstaltung, die Lesung und Late-Night-Show kurzschließt.

 

Die Abende sind jedes Mal ein fröhlicher Punsch aus Textjingles, alternativen Romananfängen, wilden Plotideen und anderen Überraschungen, von denen vorher wirklich niemand wusste. Alles in bunt, aber nicht zu grell. Außerdem wird bestimmt auch vorgelesen.

 

Zu Gast bei Dorian Steinhoff im Café Sahneweiß ist Lucy Fricke mit ihrem Roman »Töchter«. Einem Roadmovie bis in die tiefsten Abgründe von Martha, Betty und einem todkranken Vater. Es soll eine letzte Fahrt werden, doch nichts endet wie gedacht, schon gar nicht das Leben.

 

»Einer der stärksten deutschsprachigen Romane des Frühjahrs.
Zum Brüllen komisch und zum Heulen schön.«
(Spiegel Online)

 

Café Sahneweiß, Kaiserstraße 1d, Bonn

Eintritt 6 €, VVK über Bonnticket oder an der Abendkasse

In Kooperation von Kulturzentrum zakk (Düsseldorf) und Literaturhaus Bonn kommt die Literaturshow alle zwei Monate an aufeinanderfolgenden Tagen in Düsseldorf und Bonn auf die Bühne. Ein Konzept von Dorian Steinhoff (Köln) www.doriansteinhoff.de; gefördert von


Olivier Guez

»DAS VERSCHWINDEN DES JOSEF MENGELE«

Moderation: Landry Charrier und Almuth Voß
Lesung der deutschen Texte: Dennis Laubenthal

Mittwoch, 12. September, 19:30 Uhr

Institut français Bonn

 

Der bestialische Lagerarzt von Auschwitz Josef Mengele flüchtet
1949 nach Argentinien. In Buenos Aires trifft er auf ein dichtes Netzwerk aus Unterstützern, unter ihnen Diktator Perón, und baut sich eine neue Existenz auf. Mengele begegnet auch Adolf Eichmann, der ihn zu seiner großen Enttäuschung nicht einmal kennt. Der Mossad sowie Nazi-Jäger Simon Wiesenthal und Generalstaatsanwalt Fritz Bauer nehmen schließlich die Verfolgung auf. Mengele rettet sich von einem Versteck ins nächste, lebt isoliert und wird finanziell von seiner Familie in Günzburg unterstützt. Erst 1979 findet man die Leiche von Josef Mengele nach dreißig Jahren Flucht an einem brasilianischen Strand.


Der mit dem renommierten Prix Renaudot 2017 ausgezeichnete Tatsachenroman in der Übersetzung von Nicola Denis liest sich wie ein rasanter Politthriller und wahrt zugleich die notwendige Distanz.


Olivier Guez, 1974 in Straßburg geboren, ist als Autor und Journalist für internationale Medien tätig, u. a. für Le Monde, die New York Times, die FAZ. In Deutschland erschienen bisher seine Sachbücher »Die Mauer fällt« (2009) und »Die Heimkehr der Unerwünschten. Eine Geschichte der Juden in Deutschland« (2011). Für sein Drehbuch zu »Der Staat gegen Fritz Bauer« wurde Guez mit dem deutschen Filmpreis ausgezeichnet.

 

Veranstaltung in deutscher und französischer Sprache.

 

Institut français Bonn, Adenauerallee 35, Bonn
Karten im VVK über Bonnticket 12 € / 6 €, Abendkasse 14 € / 8 €

In Kooperation mit


 

Haus der Bildung, Mülheimer Platz 1, Bonn
Karten im VVK über Bonnticket 12 € / 6 €, Abendkasse 14 € / 8 €

Moderation: Judith Merchant

Mittwoch, 28. November, 19:30 Uhr

Saal im Haus der Bildung

Grusswort

Roger Willemsen

Schirmherr 2010-2016

In Kooperation mit

»Wie gut, dass die Literatur in Bonn endlich ein Dach bekommt: Große Autorinnen und Autoren, Romane und Dichtung, Vergangenheit und Gegenwart, Zeitkritik und Polemik, kunstvoll Ziseliertes und spontan Improvisiertes, lauter innere Ereignisse. Die Ressourcen der Literatur sind unerschöpflich, und sie bieten der Leserschaft unendliche Möglichkeiten der Selbstverwandlung an. Freuen Sie sich also, es ist angerichtet. Nun müssen nur noch die Gäste kommen: Sie.«



Gefördert vom Kulturamt der Bundesstadt Bonn und vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Stadt Bonn