September bis Dezember 2019

Knut Ødegård

»Die Zeit ist gekommen«

Moderation: Thomas Fechner-Smarsly

Lesung der deutschen Texte: Wolfgang Schiffer

Dienstag, 15. Oktober 2019, 19:00 Uhr

Röttgener Buchhandlung

»Die Zeit ist gekommen« (Deutsch von Åse Birkenheier) erschien 2017 im Original und versetzte die norwegische Literaturkritik in Begeisterung. Ødegårds vitale und vor allem mutige Poesie, die er uns hier in gewagten Bildern präsentiert, macht die Verletzlichen und Ausgegrenzten unter uns sichtbar. Ein eigener Themenkreis ist das Altern und der körperliche Verfall im Alter. Von politischer Aktualität sind Gedichte wie »Schatten«, das von einer vergewaltigten Mutter aus Aleppo handelt, die mit ihrem Kind auf der Flucht ertrinkt. Beeindruckend auch das visionäre Langgedicht »Nieselregen. Sie sieht und träumt«, das als Fortführung einer Weissagung aus der älteren Edda davon handelt, wie in einer nahen Zukunft Gier und Egoismus das Leben auf der Erde nachhaltig vergiften.

 

 

Knut Ødegård, geb. 1945 in Molde / Norwegen, lebt in seiner Heimatstadt und in Reykjavik / Island. Er studierte Theologie und Philosophie in Oslo, später Literatur in Cambridge, England. Er gilt als einer der größten Lyriker Norwegens und ist mit Übertragungen in über 40 Sprachen der meist übersetzte lebende Poet des Landes. »Die Zeit ist gekommen« war für den größten literarischen Preis Norwegens, den Brage-Preis, nominiert. Für sein kulturelles Engagement erhielt Ødegård zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen wie den größten Kulturpreis Norwegens, den Doblougpreis der Schwedischen Akademie u.a.m.

 

Röttgener Buchhandlung, Reichsstraße 53, Bonn

 

Karten im VVK in der Röttgener Buchhandlung & über Bonnticket 12 € / 6 €, Abendkasse 14 € / 8 €

 

 

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Grusswort

Roger Willemsen

Schirmherr 2010-2016

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»Wie gut, dass die Literatur in Bonn endlich ein Dach bekommt: Große Autorinnen und Autoren, Romane und Dichtung, Vergangenheit und Gegenwart, Zeitkritik und Polemik, kunstvoll Ziseliertes und spontan Improvisiertes, lauter innere Ereignisse. Die Ressourcen der Literatur sind unerschöpflich, und sie bieten der Leserschaft unendliche Möglichkeiten der Selbstverwandlung an. Freuen Sie sich also, es ist angerichtet. Nun müssen nur noch die Gäste kommen: Sie.«



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