Ursula Gräfe

Murakamis deutsche stimme

»Erste Person Singular« und andere Texte

Donnerstag, 18. März, 19:30 Uhr

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Wer bin ich, wer war ich, wer werde ich sein? Diese Fragen beschäftigen die Ich-Erzähler*innen der acht Geschichten in ›Erste Person Singular‹. Nach seinem epischen Roman ›Die Ermordung des Commendatore‹, ebenfalls übersetzt von Ursula Gräfe, wendet Haruki Murakami sich wieder der kurzen Form zu und bleibt doch seinem Universum treu: Seine eleganten klassischen Erzählungen entführen uns in eine Welt aus nostalgischen Jugenderinnerungen, vergangenen Liebschaften, philosophischen Betrachtungen, Literatur, Musik und Baseball. Sie handeln von gescheiterten Beziehungen, fiktiven Schallplatten, den Beatles, Schumann und einem sprechenden Affen. ›Erste Person Singular‹ ist ein zärtliches, ein anrührendes Buch, das lange nachklingt: ein echter Murakami.

 

»Murakami klingt für mich – trotz aller Kritik, die er auch im eigenen Land immer für seine angeblich verwestlichte Sprache erntet – sehr japanisch. Seine gediegene Ausdrucksweise, die vorsichtigen, sehr sensiblen Dialoge zwischen den Figuren… die bekommt man, glaube ich, über eine Drittsprache so nicht richtig hin.« Ursula Gräfe

 

Ursula Gräfe, geboren 1956 in Frankfurt am Main, studierte Japanologie und Anglistik und arbeitet seit 1988 als Literaturübersetzerin. Sie hat u.a. Werke von R.K. Narayan, Haruki Murakami, Yasushi Inoue und Kenzaburo Oe ins Deutsche übertragen, ist Autorin einer Buddha-Biographie und Herausgeberin mehrerer Anthologien. Jedes Jahr verbringt sie einige Zeit in Asien, vor allem in Indien. Ursula Gräfe lebt in Frankfurt am Main. 2019 erhielt sie den japanischen Noma Award for the Translation of Japanese Literature.

 

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