September bis Dezember 2019

Eintrittskarten, die für die Veranstaltung mit Marcel Beyer am 24. Juni erworben wurden, behalten ihre Gültigkeit.

Thomas-Kling-Poetikdozentur

»Sag mir, was Buchstaben sind«

Marcel beyer

Moderation: Thomas Fechner-Smarsly

Montag, 25. November, 20 Uhr

Buchhandlung Böttger

Ein Akustiker in den Diensten von Goebbels, ein Krähenkundler in der DDR, ein kulturkritischer Philosoph, den Tränen nahe angesichts des 68er-Tumults, ein holländischer Kindsänger, süß wie Büchsenmilch und Liebling aller deutschen Großmütter – wohl kein anderer Schriftsteller hat die Vor- und Frühgeschichte wie die Gegenwart der Bundesrepublik einem derart befremdenden Blick unterzogen. Marcel Beyer, könnte man sagen, betreibt in seinen Romanen und Essays eine besondere Form der literarischen Verhaltensforschung. Dabei wird die Frage der Übermittlung des Beobachteten stets mitgedacht. Ob Volksempfänger, Tagesschau oder Putins alter Dresdner Briefkasten: Medien machen einen Unterschied, aber welcher wäre das genau?

 

 

Marcel Beyer, Büchner-Preisträger des Jahres 2016, 1965 im Südwesten geboren, nun schon lange im Osten, genauer: in Dresden lebend, ist gegenwärtig Thomas Kling-Poetikdozent an der Universität Bonn. Mit Thomas Kling verband Beyer nicht nur eine langjährige Freundschaft, sondern auch das genaue Reflektieren von Sprach- und Sprechhaltungen. Im Gespräch mit Thomas Fechner-Smarsly stellt Marcel Beyer neue Gedichte und seinen großen Essay »Das blindgeweinte Jahrhundert« vor.

 

Buchhandlung Böttger, Thomas-Mann-Str. 41, Bonn

 

Karten im VVK in der Buchhandlung Böttger & über Bonnticket 12 € / 6 €, Abendkasse 14 € / 8 €

 

In Kooperation mit


Grusswort

Roger Willemsen

Schirmherr 2010-2016

In Kooperation mit

»Wie gut, dass die Literatur in Bonn endlich ein Dach bekommt: Große Autorinnen und Autoren, Romane und Dichtung, Vergangenheit und Gegenwart, Zeitkritik und Polemik, kunstvoll Ziseliertes und spontan Improvisiertes, lauter innere Ereignisse. Die Ressourcen der Literatur sind unerschöpflich, und sie bieten der Leserschaft unendliche Möglichkeiten der Selbstverwandlung an. Freuen Sie sich also, es ist angerichtet. Nun müssen nur noch die Gäste kommen: Sie.«



Gefördert vom Kulturamt der Bundesstadt Bonn und vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

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