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Christiane Hoffmann

»alles, was wir nicht erinnern«

Moderation: Winfried Halder

Freitag, 10. Juni, 19:30 Uhr

Haus der Geschichte

Im Januar 2020 macht sich Christiane Hoffmann in einem Dorf in Niederschlesien auf den Weg, 550 Kilometer nach Westen. Zu Fuß und alleine läuft sie den Weg, auf dem ihr Vater im Winter 1945 vor der Roten Armee geflohen ist. Die Flucht prägt das Leben des damals Neunjährigen, es bleibt, wie bei so vielen Familien, eine Wunde. Nach dem Tod des Vaters kehrt die Tochter zurück, nach Rosenthal, das jetzt Rózyna heißt.

Auf ihrer Wanderung sucht die Autorin nach der Gegenwart der Vergangenheit. Sie kämpft sich durch Hagelstürme und sumpfige Wälder, sitzt in Kirchen und Küchen, führt Gespräche – mit anderen Menschen und mit sich selbst. Ihr Buch überführt die Erinnerung an Flucht und Vertreibung ins 21. Jahrhundert, es verschränkt Familiengeschichte und Historie. Geschrieben in einer literarischen Sprache, ist es dabei sehr persönlich - eine Suche nach dem Vater und seiner Geschichte, nach dem, was er verdrängte, um zu überleben.

 

Christiane Hoffmann studierte Slawistik, osteuropäische Geschichte und Journalistik, arbeitete für FAZ und SPIEGEL und ist heute Erste Stellvertretende Sprecherin der Bundesregierung. Sie ist die Tochter zweier Flüchtlingskinder; die Familie ihres Vaters stammt aus Schlesien, die ihrer Mutter aus Ostpreußen.

 

Im Begleitprogramm der Ausstellung "Heimat. Eine Suche" im Haus der Geschichte

 

Haus der Geschichte, Willy-Brandt-Allee 14, 53113 Bonn

Karten im VVK über Bonnticket 12 € / 6 €, Abendkasse 14 € / 8 €

 

 

Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von Neustart Kultur / KulturGemeinschaften (Kulturstiftung der Länder)

In Kooperation mit



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Roger Willemsen

Schirmherr 2010-2016

Grußwort

 

»Wie gut, dass die Literatur in Bonn endlich ein Dach bekommt: Große Autorinnen und Autoren, Romane und Dichtung, Vergangenheit und Gegenwart, Zeitkritik und Polemik, kunstvoll Ziseliertes und spontan Improvisiertes, lauter innere Ereignisse. Die Ressourcen der Literatur sind unerschöpflich, und sie bieten der Leserschaft unendliche Möglichkeiten der Selbstverwandlung an. Freuen Sie sich also, es ist angerichtet. Nun müssen nur noch die Gäste kommen: Sie.«



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