September bis Dezember 2019

David Diop

»Nachts ist unser Blut schwarz«

Donnerstag, 19. September, 19:30 Uhr

Clara-Schumann-Gymnasium, Aula

Alfa Ndiaye kämpft im Ersten Weltkrieg an der Seite der Franzosen gegen die Deutschen – ein »Schokosoldat«, so nennen ihn die Kameraden. Als Alfas geliebter Kindheitsfreund in seinen Armen verblutet, packt ihn die Rachsucht. Wie ein Wahnsinniger zieht er über das Schlachtfeld und kehrt jeden Abend mit einem Gewehr des Feindes samt abgetrennter Hand zurück. Zunächst gefeiert, wird er von den eigenen Leuten zunehmend als »Wilder« gefürchtet. David Diop ruft uns mit archaischer Wucht die Vergessenen eines grausamen Krieges ins Gedächtnis.

 

 

David Diop wurde 1966 in Paris geboren und ist im Senegal aufgewachsen. Er unterrichtet heute französischsprachige afrikanische Literatur an der Universität Pau. »Nachts ist unser Blut schwarz« (Deutsch von Andreas Jandl) ist sein zweiter Roman, der in Frankreich als literarische Sensation gefeiert und in kürzester Zeit zum Presse- und Publikumsliebling wurde. U.a. erhielt er den von Schülerinnen und Schülern vergebenen Prix Goncourt des lycéens 2018.

 

 

Unsere KlasseBuch-Reihe startete im Frühjahr 2019 erfolgreich am Konrad-Adenauer-Gymnasium: Aufbauend auf Projektarbeit und Lektüre im Unterricht, wird eine öffentliche Lesung für Schülerinnen und Schüler zum Live-Erlebnis, an dem sie aktiv beteiligt sind.

Clara-Schumann-Gymnasium, Loestr. 14, Bonn

 

Karten im VVK über Bonnticket 12€ / 6€, Abendkasse 14€ / 8€

In Kooperation mit


Grusswort

Roger Willemsen

Schirmherr 2010-2016

»Wie gut, dass die Literatur in Bonn endlich ein Dach bekommt: Große Autorinnen und Autoren, Romane und Dichtung, Vergangenheit und Gegenwart, Zeitkritik und Polemik, kunstvoll Ziseliertes und spontan Improvisiertes, lauter innere Ereignisse. Die Ressourcen der Literatur sind unerschöpflich, und sie bieten der Leserschaft unendliche Möglichkeiten der Selbstverwandlung an. Freuen Sie sich also, es ist angerichtet. Nun müssen nur noch die Gäste kommen: Sie.«



Gefördert vom Kulturamt der Bundesstadt Bonn und vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Stadt Bonn