April bis juni 2020

Markus Gabriel

»FIKTIONEN«

Moderation: Thomas Fechner-Smarsly

Montag, 25. Mai, 19:30 Uhr

Saal im Haus der Bildung

Fast sind Wirklichkeit und Fiktion heute ununterscheidbar. Davon ist nicht nur die mediale Öffentlichkeit, sondern auch das Selbstverständnis der Literatur- und Geisteswissenschaften betroffen. Um dieser Sackgasse zu entrinnen, entwickelt Markus Gabriel in seinem neuen Buch eine realistische Philosophie der Fiktionalität, die zugleich die Fundamente einer Theorie der Objektivität der Geisteswissenschaften legt. Ein philosophisches Grundlagenwerk.

 

In seinem Zentrum steht die »Selbstbildfähigkeit« des Menschen. Fiktionen wie Anna Karenina, Macbeth oder Jed Martin, der Protagonist in Michel Houellebecqs »Karte und Gebiet«, sind wirksame Prozesse der Selbstdarstellung der geistigen Lebensform des Menschen. Um dies anzuerkennen, muss der anthropologischen Zentralstellung der Einbildungskraft zu ihrem Recht verholfen werden. Gabriels Neuer Realismus überwindet den falschen Gegensatz von Sein und Schein, um unseren bedrohten Sinn für das Wirkliche zu rekalibrieren.

 

Markus Gabriel, geboren 1980, ist Inhaber des Lehrstuhls für Erkenntnistheorie, Philosophie der Neuzeit und Gegenwart an der Universität Bonn. Vor allem mit seinem Bestseller »Warum es die Welt nicht gibt« (2013) wurde er weit über die Grenzen der Fachwelt hinaus bekannt.

 

Haus der Bildung, Mülheimer Platz 1, Bonn

 

Karten im VVK über Bonnticket 12 €/6 €, Abendkasse 14 €/8 €

In Kooperation mit:

 

BeethovenBot

16.12.2019 - 17.12 2020

Grusswort

Roger Willemsen

Schirmherr 2010-2016

In Kooperation mit

»Wie gut, dass die Literatur in Bonn endlich ein Dach bekommt: Große Autorinnen und Autoren, Romane und Dichtung, Vergangenheit und Gegenwart, Zeitkritik und Polemik, kunstvoll Ziseliertes und spontan Improvisiertes, lauter innere Ereignisse. Die Ressourcen der Literatur sind unerschöpflich, und sie bieten der Leserschaft unendliche Möglichkeiten der Selbstverwandlung an. Freuen Sie sich also, es ist angerichtet. Nun müssen nur noch die Gäste kommen: Sie.«



Gefördert vom Kulturamt der Bundesstadt Bonn und vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

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