September bis Dezember 2018

Olivier Guez

»DAS VERSCHWINDEN DES JOSEF MENGELE«

Moderation: Landry Charrier und Almuth Voß
Lesung der deutschen Texte: Dennis Laubenthal

Mittwoch, 12. September, 19:30 Uhr

Institut français Bonn

 

Der bestialische Lagerarzt von Auschwitz Josef Mengele flüchtet
1949 nach Argentinien. In Buenos Aires trifft er auf ein dichtes Netzwerk aus Unterstützern, unter ihnen Diktator Perón, und baut sich eine neue Existenz auf. Mengele begegnet auch Adolf Eichmann, der ihn zu seiner großen Enttäuschung nicht einmal kennt. Der Mossad sowie Nazi-Jäger Simon Wiesenthal und Generalstaatsanwalt Fritz Bauer nehmen schließlich die Verfolgung auf. Mengele rettet sich von einem Versteck ins nächste, lebt isoliert und wird finanziell von seiner Familie in Günzburg unterstützt. Erst 1979 findet man die Leiche von Josef Mengele nach dreißig Jahren Flucht an einem brasilianischen Strand.


Der mit dem renommierten Prix Renaudot 2017 ausgezeichnete Tatsachenroman in der Übersetzung von Nicola Denis liest sich wie ein rasanter Politthriller und wahrt zugleich die notwendige Distanz.


Olivier Guez, 1974 in Straßburg geboren, ist als Autor und Journalist für internationale Medien tätig, u. a. für Le Monde, die New York Times, die FAZ. In Deutschland erschienen bisher seine Sachbücher »Die Mauer fällt« (2009) und »Die Heimkehr der Unerwünschten. Eine Geschichte der Juden in Deutschland« (2011). Für sein Drehbuch zu »Der Staat gegen Fritz Bauer« wurde Guez mit dem deutschen Filmpreis ausgezeichnet.

 

Veranstaltung in deutscher und französischer Sprache.

 

Institut français Bonn, Adenauerallee 35, Bonn
Karten im VVK über Bonnticket 12 € / 6 €, Abendkasse 14 € / 8 €

In Kooperation mit


Grusswort

Roger Willemsen

Schirmherr 2010-2016

»Wie gut, dass die Literatur in Bonn endlich ein Dach bekommt: Große Autorinnen und Autoren, Romane und Dichtung, Vergangenheit und Gegenwart, Zeitkritik und Polemik, kunstvoll Ziseliertes und spontan Improvisiertes, lauter innere Ereignisse. Die Ressourcen der Literatur sind unerschöpflich, und sie bieten der Leserschaft unendliche Möglichkeiten der Selbstverwandlung an. Freuen Sie sich also, es ist angerichtet. Nun müssen nur noch die Gäste kommen: Sie.«



Gefördert vom Kulturamt der Bundesstadt Bonn und vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

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