September bis Dezember 2018

Thomas kling-Poetikdozentur

Anja utler

»DER LUFTSTROM ZWISCHEN STIMMRITZE UND GAUMENSEGEL«

Montag, 3. Dezember, 19:30 Uhr

Buchhandlung Böttger

Moderation: Thomas Fechner-Smarsly

 

Auf Anja Utler trifft zu, was die große dänische Lyrikerin Inger Christensen einmal über die Grundlage ihres Schreibens äußerte: »Eine unabweisbare Gewissheit, dass die Sprache eine direkte Verlängerung der Natur ist. Dass ich dasselbe ‚Recht‘ hatte zu sprechen, wie der Baum Blätter zu treiben.« Nicht umsonst setzen viele Gedichte Anja Utlers bei der körperlichen Dimension der Sprache, beim Sprechen an: Es schaffe Gegenwart, Anwesenheit. Zugleich erkundet sie in ihren Texten die elementaren Beziehungen zwischen dem Ich und der Welt – mal spröde-fragil, mal spielerisch-fließend.


Anja Utler, 1973 in Schwandorf in der Oberpfalz geboren, hat neben Anglistik und Slawistik auch Sprecherziehung studiert. Für ihr Werk hat sie etliche Preise gewonnen, darunter den Leonce-und-Lena-Preis, den Karl-Sczuka-Preis für Hörspiel- und Radiokunst sowie den Basler Lyrikpreis. Darüber hinaus hat Anja Utler Dichterinnen wie Anna Achmatova oder Anne Carson übersetzt. Im Gespräch mit Thomas Fechner-Smarsly stellt Anja Utler, die im Wintersemester 2018/19 die Thomas Kling Poetikdozentur an der Universität Bonn innehat, ihre Arbeit vor: ein Werk, in das das Performative ebenso natürlich einfließt wie der Rückbezug auf die griechische Mythologie.

 

Buchhandlung Böttger, Thomas-Mann-Str. 41, Bonn
Karten im VVK über Bonnticket 12 € / 6 €, Abendkasse 14 € / 8 €

In Kooperation mit


Grusswort

Roger Willemsen

Schirmherr 2010-2016

»Wie gut, dass die Literatur in Bonn endlich ein Dach bekommt: Große Autorinnen und Autoren, Romane und Dichtung, Vergangenheit und Gegenwart, Zeitkritik und Polemik, kunstvoll Ziseliertes und spontan Improvisiertes, lauter innere Ereignisse. Die Ressourcen der Literatur sind unerschöpflich, und sie bieten der Leserschaft unendliche Möglichkeiten der Selbstverwandlung an. Freuen Sie sich also, es ist angerichtet. Nun müssen nur noch die Gäste kommen: Sie.«



Gefördert vom Kulturamt der Bundesstadt Bonn und vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

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