Januar bis März 2022

Thomas Kling-Poetikdozentur

Ulrike Almut Sandig

»Leuchtende Schafe«

Moderation: Adrian Kasnitz

Freitag, 4. März, 19:30 Uhr

Saal im Haus der Bildung

Am Anfang war das Licht, oder doch die Lumières? Von der Erschaffung der Welt ist es in Ulrike Almut Sandigs neuem Gedichtband nur ein »Feuer, Erde, Wasser, Sprung« zur Sinfonie der Berliner Großstadt. Dort gilt es, Position zu halten vor Lampedusa, Nein zu sagen zum Kühlschranklicht und zu Deutschland als befristetem Aufenthalt. Dienen uns leuchtende Schafe als Nachtspeicher für finstere Stunden, wenn wir uns fürchten vor Gott als Turnlehrer mit Trillerpfeife, Müttern mit Augen wie Kakao oder der Staatenbildung unserer Selbst?

Sandigs neue Texte sind nicht nur visuelle Poesie auf dem Papier, sondern auch Loops im Ohr und filmische Bildexplosionen für alle Sinne. Mit Sprechsoftware rückt sie Gedichten der deutschen Romantik zuleibe und fasst deren koloniale Kehrseite in kunstvolle Anagramme. Vor allem aber schaffe die Dichterin in »Leuchtende Schafe« einmal mehr »Welten voller mythischer Bilder, die sich tief ins Bewusstsein eingraben« (Matthias Ehlers, WDR).

 

Zuvor wird um 18 Uhr im Bonner Hofgarten MUSS ECHT SCHÖN SEIN eröffnet (Standort auf halber Strecke zwischen Adenauerallee und dem Eingang zur U-Bahnstation Universität/Markt): eine vierundzwanzig Stunden lang stattfindende literarische Intervention mit dem Komponisten und Soundkünstler Jörg Ritzenhoff und den Studierenden von Ulrike Almut Sandigs Poetikseminar. Auch dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen!

 

Saal im Haus der Bildung, Mülheimer Blatz 1, Bonn

 

Karten im VVK über Bonnticket 12 €/6 €, Abendkasse 14 €/8 €

In Kooperation mit

 

 

 

 

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Roger Willemsen

Schirmherr 2010-2016

Grußwort

 

»Wie gut, dass die Literatur in Bonn endlich ein Dach bekommt: Große Autorinnen und Autoren, Romane und Dichtung, Vergangenheit und Gegenwart, Zeitkritik und Polemik, kunstvoll Ziseliertes und spontan Improvisiertes, lauter innere Ereignisse. Die Ressourcen der Literatur sind unerschöpflich, und sie bieten der Leserschaft unendliche Möglichkeiten der Selbstverwandlung an. Freuen Sie sich also, es ist angerichtet. Nun müssen nur noch die Gäste kommen: Sie.«



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