April bis Juni 2018

Anne Wiazemsky / Jan Rhein

»PARIS, MAI 68«

Donnerstag, 28. Juni, 19 Uhr

Institut français Bonn

 

Vorgestellt von ihrem deutschen Übersetzer Jan Rhein

In deutscher und französischer Sprache

Januar 1968. Das frisch verheiratete Paar Godard-Wiazemsky bezieht sein Liebesnest im Pariser Quartier Latin. Godard ist siebenunddreißig, Wiazemsky zwanzig Jahre alt. Als im Mai die Revolte losbricht, verfolgt Anne das mit Sympathie und Interesse, ohne selbst politisiert zu werden. Sie steht mit Jacques Brel vor der Kamera und nimmt gelegentlich auf Rollschuhen an den Demonstrationen teil. Anne Wiazemsky erzählt von einer Rückreise aus Cannes mit Gilles Deleuze, von ihrem Jugendfreund Daniel Cohn-Bendit und von der Begegnung mit den Beatles in London, wo Paul McCartney sie auffordert, unterm Tisch mit ihm Tee zu trinken. Während sie ihre Jugend und den neuen Ruhm genießt, dabei erwachsener wird, radikalisiert sich Godard zusehends. Er träumt von einem revolutionären Kino und wird zugleich krankhaft eifersüchtig auf seine junge Frau.


Ein spannendes Erinnerungsbuch, eine berührende Liebesgeschichte – ein authentisches Zeugnis der 68er-Aufstände in Frankreich.


Anne Wiazemsky, 1947 in Berlin geboren, lebte als Schriftstellerin in Paris, wo sie im Herbst 2017 starb. Für ihr literarisches Werk wurde die Enkelin des Literaturnobelpreisträgers François Mauriac mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Als Schauspielerin hat sie unter anderem in Filmen von Robert Bresson, Jean-Luc Godard und Pier Paolo Pasolini mitgewirkt.

 

Institut français Bonn, Adenauerallee 35, Bonn

Eintritt 5 €, für Studierende Eintritt frei

In Kooperation mit

Grusswort

Roger Willemsen

Schirmherr 2010-2016

»Wie gut, dass die Literatur in Bonn endlich ein Dach bekommt: Große Autorinnen und Autoren, Romane und Dichtung, Vergangenheit und Gegenwart, Zeitkritik und Polemik, kunstvoll Ziseliertes und spontan Improvisiertes, lauter innere Ereignisse. Die Ressourcen der Literatur sind unerschöpflich, und sie bieten der Leserschaft unendliche Möglichkeiten der Selbstverwandlung an. Freuen Sie sich also, es ist angerichtet. Nun müssen nur noch die Gäste kommen: Sie.«



Gefördert vom Kulturamt der Bundesstadt Bonn und vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Stadt Bonn