April bis Juni 2019

Feridun Zaimoglu

»Die geschichte der frau«

Moderation: Judith Merchant

Montag, 6. Mai, 20 Uhr

Katholische Familienbildungsstätte

Ein literarisches Abenteuer, ein – so der Autor – feministisches Manifest: Feridun Zaimoglus neuer Roman ist ein unverfrorenes Bekenntnis zur Notwendigkeit einer neuen Menschheitserzählung – aus der Sicht der Frau.

 

Zehn außerordentliche Frauen lässt Zaimoglu sprechen, vom Zeitalter der Heroen bis in die Gegenwart. Sie sind Menschen, deren Sicht auf die Dinge nicht überliefert wurde, weil Männer geboten, die Wahrheit tilgten und die Lüge zur Sage verdichteten. Den Frauen war es vorbehalten, schweigend unsichtbar zu bleiben oder dekorativ im Bild zu stehen. Jetzt reden sie – von Antigone über Judith bis Valerie Solanas:Kraftvoll, poetisch und subversiv.

 

Feridun Zaimoglu, geboren 1964 im anatolischen Bolu, lebt seit seinem sechsten Lebensmonat in Deutschland. Er studierte Kunst und Humanmedizin in Kiel und schreibt für Die Welt, die Frankfurter Rundschau, Die ZEIT und die FAZ. Er war Stipendiat der Villa Massimo in Rom und erhielt zahlreiche Literaturpreise, darunter den Hebbel-Preis, den Preis der Jury beim Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt, den Adelbert-von Chamisso-Preis, den Preis der Literaturhäuser und den Berliner Literaturpreis. Nach »Leyla«, »Liebesbrand« und »Siebentürmeviertel« erschien zuletzt sein großer Luther-Roman »Evangelio«.

 

Katholische Familienbildungsstätte, Lennéstr. 5, Bonn
Karten 10 €, nur online über die Familienbildungsstätte

 

In Kooperation mit


Grusswort

Roger Willemsen

Schirmherr 2010-2016

»Wie gut, dass die Literatur in Bonn endlich ein Dach bekommt: Große Autorinnen und Autoren, Romane und Dichtung, Vergangenheit und Gegenwart, Zeitkritik und Polemik, kunstvoll Ziseliertes und spontan Improvisiertes, lauter innere Ereignisse. Die Ressourcen der Literatur sind unerschöpflich, und sie bieten der Leserschaft unendliche Möglichkeiten der Selbstverwandlung an. Freuen Sie sich also, es ist angerichtet. Nun müssen nur noch die Gäste kommen: Sie.«



Gefördert vom Kulturamt der Bundesstadt Bonn und vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

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