GeDenken an roger willemsen

 

»Es gab einfach keine Bücher, die mir nichts gesagt hätten.«

 

»Mündig wird man am leichtesten in den Arealen der Künste.«

ROGER WILLEMSEN

Seit dem am 8. Februar 2016 bekannt gewordenen Tod von Roger Willemsen trauert das Literaturhaus Bonn um seinen Schirmherrn.

 

Als gebürtiger Bonner, dem bei aller Weltläufigkeit der Kontakt zu seiner Heimatstadt bis zuletzt am Herzen lag, hat er uns nach der Gründung des Hauses im Oktober 2010 mit der freudigen, rückhaltlosen Übernahme der Schirmherrschaft beehrt und beglückt. Angetragen wurde sie ihm durch den damaligen stellvertretenden Vorsitzenden des Trägervereins Holger Schwab, Geschäftsführer im Bonner buchLaden 46.

 

Willemsens Schirmherrschaft war gelebt und gefüllt; stets hatte er ein offenes Ohr für die Belange des Literaturhauses Bonn, reagierte so umgehend wie unkompliziert. Vor allem beschenkte er unser Publikum mit großartigen Büchern und Veranstaltungen, zuletzt im Juni 2014 seiner szenischen Lesung aus »Das Hohe Haus« im restlos ausverkauften Haus der Geschichte. Die mit ihm für September 2015 angekündigte Literaturhaus-Premiere im Haus der Bildung musste bereits seiner Krankheit zum Opfer fallen.

 

Das Literaturhaus Bonn hat einen unersetzlichen Schirmherrn verloren; die Literatur einen bedeutenden Autor und Moderator, einen brillanten Intellektuellen, einen engagierten, charismatischen Vermittler, der wie kaum ein Zweiter Anspruch und Popularität verband. In Erinnerung an diesen Weltbürger des Buches lasen am Welttag des Buches 2016 Freunde und Weggefährten Willemsens gemeinsam mit Vorstandsmitgliedern des Literaturhauses Bonn aus seinen Werken.

»Der Realist, der unter Aufbietung aller Vernunft ins Schwärmen gerät« EIN NACHRUF VON JÖRG BONG, S. FISCHER VERLAG

 

Mit Roger Willemsen durch Bonn - Ein Spaziergang mit DEUTSCHLANDRADIO KULTUR

Grusswort

Roger Willemsen

Schirmherr 2010-2016

»Wie gut, dass die Literatur in Bonn endlich ein Dach bekommt: Große Autorinnen und Autoren, Romane und Dichtung, Vergangenheit und Gegenwart, Zeitkritik und Polemik, kunstvoll Ziseliertes und spontan Improvisiertes, lauter innere Ereignisse. Die Ressourcen der Literatur sind unerschöpflich, und sie bieten der Leserschaft unendliche Möglichkeiten der Selbstverwandlung an. Freuen Sie sich also, es ist angerichtet. Nun müssen nur noch die Gäste kommen: Sie.«



Gefördert vom Kulturamt der Bundesstadt Bonn und vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen

Stadt Bonn