Satzung des Vereins

Satzung des Vereins »Literaturhaus Bonn«

 

§ 1

Name, Sitz und Geschäftsjahr*

Der Verein führt den Namen »Literaturhaus Bonn«.

 

Der Verein ist im Vereinsregister des Amtsgerichts Bonn eingetragen. Er hat seinen Sitz in Bonn. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

 

 

§2

Ziele und Zwecke des Vereins

Zweck des Vereins ist die Förderung von Kunst und Kultur insbesondere durch die Veranstaltung von Lesungen, Diskussionen und Workshops sowie anderer Aktivitäten, die geeignet sind, einen Beitrag zum literarischen Leben, zur Diskussion gesellschaftlicher Fragen und zur Leseförderung von Kindern und Jugendlichen zu leisten. Diese Veranstaltungen sollen in vereinseigenen Räumen sowie an anderen geeigneten Orten stattfinden.

 

Der Verein will die Literaturszene in der Bundesstadt Bonn und im südlichen Nordrhein-Westfalen vernetzen und fördern sowie das Bewusstsein für die Bedeutung von Sprache und Literatur im gesellschaftlichen Diskurs schärfen.

 

Er will durch Workshops und Beratungsangebote zur Professionalisierung von Autoren beitragen.

 

Das »Literaturhaus Bonn« strebt eine enge Zusammenarbeit mit anderen kulturellen und wissenschaftlichen Institutionen in Bonn und dem südlichen Nordrhein-Westfalen an, soweit diese steuerbegünstigte Körperschaften oder Körperschaften öffentlichen Rechts sind.

 

Der Verein kann eigene Publikationen herausgeben.

 

Der Verein »Literaturhaus Bonn e.V.« verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts »steuerbegünstigte Zwecke« der Abgabenordnung. Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

 

Die Mittel des Vereins werden durch Mitgliedbeiträge, Spenden und öffentliche Zuwendungen aufgebracht. Sie dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden.

 

Keine Person darf durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

 

Die Mitarbeiter des Vereins dürfen finanziell nicht bessergestellt werden als vergleichbare Kommunalbedienstete. Höhere Vergütungen als nach TVÖD dürfen nicht gewährt werden.

 

 

§ 3

Mitglieder

Mitglieder des Vereins können natürliche und juristische Personen werden, die die Vereinsziele unterstützen.

 

Die Aufnahme in den Verein muss schriftlich beantragt werden. Über die Aufnahme von Mitgliedern entscheidet der Vorstand. Lehnt der Vorstand die Aufnahme ab, so kann der Antragsteller hiergegen Berufung bei der Mitgliederversammlung einlegen.

 

Jedes Vereinsmitglied hat nur eine Stimme, die nicht übertragen werden kann.

 

Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss oder Tod.

 

 

§ 4

Austritt

Der Austritt aus dem Verein ist nur zum Jahresende möglich. Die Austrittserklärung muss schriftlich bis zum 30. 09. eines Kalenderjahres dem Vorstand zugegangen sein. Ein ausgetretenes Mitglied hat keinen Anspruch auf einen Anteil am Vermögen des Vereins.

 

§ 5

Ausschluss

Ein Mitglied kann aus dem Verein ausgeschlossen werden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand, über einen Widerspruch des Mitglieds entscheidet die Mitgliederversammlung.

 

 

§ 6

Organe des Vereins

Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung, der Vorstand.

 

 

§ 7

Die Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung ist insbesondere zuständig für

- die Wahl und Abwahl des Vorstands und dessen Entlastung

- Wahl von zwei Rechnungsprüfern (§ 9)

- die Entscheidung über den Widerspruch eines Mitglieds gegen seinen Ausschluss aus dem Verein

- die Entscheidung über den Widerspruch gegen einen abgelehnten Aufnahmeantrag

- Festsetzung der Höhe und der Fälligkeit des Mitgliedsbeitrags
- Satzungsänderungen
- die Auflösung des Vereins

 

Eine ordentliche Mitgliederversammlung muss mindestens einmal jährlich stattfinden.

 

Eine außerordentliche Mitgliederversammlung muss einberufen werden, wenn

- ein Vorstandsmitglied vorzeitig ausgeschieden ist
- mindestens ein Drittel der Mitglieder schriftlich unter Angabe des Grundes und des Zieles die Einberufung vom Vorstand verlangt.

 

Die Mitgliederversammlung wird durch den Vorstand vorbereitet und einberufen. Zur Mitgliederversammlung ist mit einer Frist von mindestens drei Wochen unter Bekanntgabe der Tagesordnung einzuladen. Die Mitgliederversammlung kann in schriftlicher oder elektronischer Form (Brief, Fax, e-mail) einberufen werden.

 

Die Mitgliederversammlung stimmt mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder ab. Für eine Satzungsänderung bedarf es einer Zweidrittelmehrheit der anwesenden Mitglieder.

 

Der Vorstand kann auch in einer Mehrheitslistenwahl gewählt werden. D.h. er kann en Bloc gewählt werden.

 

Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung sind von einem von der Mitgliederversammlung jeweils zu wählenden Protokollführer zu protokollieren; das Protokoll ist von einem anwesenden Vorstandsmitglied gegenzuzeichnen.

 

 

§ 8

Der Vorstand

(1) Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

- ein Erster Vorsitzender
- ein Zweiter Vorsitzender
- ein Schatzmeister
- ein Schriftführer
- bis zu sechs Beisitzer

 

(2) Der Vorstand wird für zwei Jahre gewählt. Die Amtszeit des alten Vorstands endet jeweils am 1. August des Jahres, in dem die Wahl des neuen Vorstands erfolgt ist. Die Wahl hat spätestens 30 Tage vor Ende der Amtszeit zu erfolgen. Dem neu gewählten Vorstand ist bis zur Amtsübernahme Einblick in die Geschäfte des amtierenden Vorstands zu geben, um eine ordnungsgemäße Übergabe zu gewährleisten.

 

(3) Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind der Erste Vorsitzende, der Zweite Vorsitzende, der Schatzmeister und der Schriftführer. Jeweils zwei Vorstände gemeinsam vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich. Für bestimmte Rechtsgeschäfte im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs bei der Erledigung der satzungsgemäßen Aufgaben des Vereins kann durch Vorstandsbeschluss einem Vorstandsmitglied Einzelvertretungsvollmacht erteilt werden.

 

(4) Der Vorstand beschließt mit einfacher Stimmenmehrheit. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder an der Abstimmung teilnimmt. Bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt. Beschlüsse des Vorstands werden in einem Sitzungsprotokoll niedergelegt. Dieses Protokoll ist den Mitgliedern spätestens zwei Monate nach Beschluss zugänglich zu machen.

 

(5) Scheidet ein Vorstandsmitglied nach §26 BGB vor Ablauf seiner Wahlzeit aus, rückt ein Beisitzer nach. Die Reihenfolge, in der die Beisitzer nachrücken sollen, wird bei deren Wahl festgelegt. Der nachrückende Beisitzer ist für die restliche Amtszeit Mitglied des Vorstands gem. §26 BGB. Sollte dies nicht möglich sein, ist eine außerordentliche Mitgliederversammlung für die Nachwahl einzuberufen.

 

(6) Der Vorstand wird ermächtigt, solche Satzungsänderungen selbstständig vorzunehmen, die das Registergericht oder die Finanzbehörden aus vereins- oder steuerrechtlichen Gründen fordern. Über entsprechende Änderungen sind die Mitglieder spätestens auf der folgenden Mitgliederversammlung zu informieren.

 

(7) Die Haftung des Vorstands beschränkt sich auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

 

(8) Der Vorstand kann eine pauschale Vergütung erhalten.

 

 

§ 9

Rechnungsprüfung

Nach Abschluss eines jeden Geschäftsjahres hat der Leiter/die Leiterin des »Literaturhaus Bonn« den Kassenabschluss zu erstellen.

 

Die von der ordentlichen Mitgliederversammlung bestellten zwei Kassenprüfer prüfen nach Ablauf eines jeden Geschäftsjahres die Kassenführung und berichten der Mitgliederversammlung darüber.

 

 

§ 10

Auflösung

Über die Auflösung des Vereins kann nur eine mit diesem Tagungsordnungspunkt einberufene Mitgliederversammlung mit einer Dreiviertelmehrheit der anwesendenMitglieder beschließen.

 

 

§ 11

Liquidatoren

Soweit die Liquidation des Vermögens des Vereins notwendig ist, sind die im Amt befindlichen Vorstandsmitglieder die Liquidatoren.

 

 

§ 12

Vermögensanfall

Bei Auflösung des Vereins oder Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen an die Stadt Bonn, die es unmittelbar und ausschließlich gemeinnützigen Zwecken, die denjenigen des Vereins entsprechen, zuzuführen hat.

 

 

§ 13

Registerformalitäten

Sofern vom Registergericht oder vom Finanzamt Teile der Satzung beanstandet werden, ist der Vorstand ermächtigt, diese zur Behebung der Beanstandung abzuändern.

 

* Sämtliche Funktionsbezeichnungen sind geschlechtsneutral.

Grusswort

Roger Willemsen

Schirmherr 2010-2016

»Wie gut, dass die Literatur in Bonn endlich ein Dach bekommt: Große Autorinnen und Autoren, Romane und Dichtung, Vergangenheit und Gegenwart, Zeitkritik und Polemik, kunstvoll Ziseliertes und spontan Improvisiertes, lauter innere Ereignisse. Die Ressourcen der Literatur sind unerschöpflich, und sie bieten der Leserschaft unendliche Möglichkeiten der Selbstverwandlung an. Freuen Sie sich also, es ist angerichtet. Nun müssen nur noch die Gäste kommen: Sie.«



Gefördert vom Kulturamt der Bundesstadt Bonn und vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen

Stadt Bonn